Das sehen halt viele nicht. Die sehen nur, was das alles kostet und denken dann, dass Wacken pleite gehen könnte wenn sowas wie jetzt passiert. Der Artikel wurde zwar augenscheinlich von einem Wacken-Hasser geschrieben, aber es scheint fundiert zu sein.
Wacken ist schon sehr lange nicht mehr von Fans für Fans. Ich habe mich daran gewöhnt, dass es nicht mehr das ist, was es mal war. Da geht es nur um Kohle. Die Kuh wird gemolken. Das juckt mich nicht. Was mich stört ist, dass es immer so vermarktet wird als wenn dort nur Metal-Fans sind. Das ist Ballermann mit härteren Bands. Nicht mehr und nicht weniger. Hier werden 85.000 Gäste glücklich gemacht. Und die Veranstalter/Firmeneigentümer dürften auch glücklich sein. Auch nach diesem Jahr...
Ich finde den Artikel überspitzt gut und er spiegelt das wieder, was ich denke. Auch, was das Pushen der Bands angeht. Nicht umsonst bezahlen kleinere Bands Geld dafür, dass sie auftreten dürfen. Etwas größere Bands bekommen eine so kleine Gage, dass grade mal die Unkosten gedeckt sind. Wer sich darauf einlässt, soll dies gerne tun. Ich war allerdings sehr stolz auf eine meiner Lieblingsbands als sie eine Gage im Bereich der Sprit- und Hotelkosten ablehnten und nicht gespielt haben.
Mir tun hier diejenigen leid, die für die Anreise nicht nur viel Zeit sondern auch Geld verpulvert haben und dann nicht rein kamen. In den Kommentaren wurden sie ja teilweise verhöhnt. Ja, das Geld fürs Ticket gibt es zurück. Die Enttäuschung, dass trotzdem weitere Leute auf den Platz gekommen sind und man selbst umdrehen mussten, dürfte aber größer sein als die Rückerstattung des Tickets. Und wenn man dann von dem o.a. Artikel erfährt um wieviel Gewinn usw es dort geht... ja, ich würde austicken