Western/Americana Black Metal

DrLocrian

Deaf Dealer
Hallihallo, passend zum Kollaps des amerikanischen Imperiums und meiner Liebe zu Spaghettiwestern wollte ich mal einen Thread ueber eine Spielart des modernen BM eröffnen, die sich mit den Themen des Wilden Westens, native Americans oder auch der Arbeiterbewegung der Kohleminenarbeiter (;)) beschæftigt. Hier sind einige meiner Lieblingsbands des Subgenres, fuer weitere Vorschlæge wære ich dankbar.

VITAL SPIRIT

PANOPTICON

WAYFARER

THE BLOOD MOUNTAIN BLACK METAL CHOIR

BLACKBRAID

DARK WATCHER

UNTAMED LAND

Sachen wie Duelist brauche ich eher weniger, Authentizitæt und Ernsthaftigkeit sind mir wichtig.
 
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Starke Thread-Idee und danke für die Empfehlungen! Eines meiner Lieblingsalben aus diesem Kosmos ist Crestfallen Dusk - s/t. Mein Anspieltipp wäre "Burn in Hell":

Ist innerhalb dieses überschaubaren Subgenres auch auf meiner Favoritenliste, zu Ryan Clackner und seinen verschiedenen Projekten gab's vor wenigen Jahren mal ein ausführliches Feature auf Bandcamp. Bewegt sich alles im Dreieck zwischen Metal, Jazz und American Folk/Country mit jeweils variablen Anteilen. Da sind ein paar wirklich spannende und - gerade durch die jazzigen Einflüsse - unkonventionelle Sachen dabei. "Talkin' in Tongues with Mountain Spirits" (Primeval Well) bringt ziemlich viel Bluegrass mit, "Sacrificial Baptism in Murky Waters" (Vile Haint) scheppert deutlich roher, Devil's Looking Glass kommt wiederum düsterer, hoffnungsloser und "traditioneller"/akustiklastiger daher, während "Goat Rodeo Sacrifice: The Sound of Summer" (StumpTail) in ziemlich wilde (und für mich am schwersten zugängliche) Stoner-Gefilde abdriftet. Kurzum - mal quer durchhören lohnt sich, sehr kreativer und umtriebiger Typ mit interessantem musikalischen Background:

 
Da im Eröffnungspost das Wort "Spaghettiwestern" gefallen ist, hier die passenden Vertreter für Spaghetti gleich dazu: Akando sind bekannt oder ist das zu offensichtlich?

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Sind übrigens Saarländer... :D
Ok, sorry fürs Stören.
 
@Albi
Jetz ohne Scheiß???
Das wusste ich nicht!
Die wurden hier doch mal richtig gehypet...
Tut mir leid....
Lösche ich natürlich!
 
@Albi
Jetz ohne Scheiß???
Das wusste ich nicht!
Die wurden hier doch mal richtig gehypet...
Tut mir leid....
Lösche ich natürlich!
Hmja. Es ist kompliziert.

Die Frage "rechtsradikal oder einfach nur dumm" ist ja nie einfach zu beantworten, weil es da immer eine veritable Schnittmenge gibt. Bei Black-Twilight-Circle-Oberhonk Eduardo Ramírez ist das gleich ein richtig wildes Mischmasch. Der Mann ist Latino gutemaltekischer Abstammung mit angeblich indigenen Wurzeln (keine Ahnung, wie nachweisbar und "reinrassig", und es geht mir eigentlich auch am Arsch vorbei) in den USA. Also quasi gleich doppelt Zielgruppe für Rassismus. Daraus könnte man eine antirassistische Einstellung entwickeln - oder man kann, wie dieser Spezialist, schlussfolgern, dass Rassismus eigentlich total super ist, nur dass gerade, zumindest in Amerika, die falsche Rasse - nämlich die europäischstämmigen "Besatzer" - die Oberhand hat. Deppen und Arschlöcher gibt's halt überall.
Und dann hat er, vielleicht über seinen Freund und Geschäftspartner Hendrik M. aus T., irgendwie mitgekriegt, dass der rechtsradikale Bodensatz der Ostzone der Meinung ist, sich heute gegen den bösen Muselmann in quasi dem gleichen antigenozidalen Abwehrkampf zu befinden, wie Ramirez' angebliche Ahnen gegen das Gesocks aus Europa, das sich damals quer durch die neue Welt geraubt, gemordet, versklavt und vergewaltigt hat. Und die Antifa in Europa hält er auch für ähnlich schlimm wie die Conquistadoren oder die 7. Kavallerie in Amerika. Keine Ahnung, was er von Trump hält, der ihm bei so viel Ethnopluralismus ja ideologisch sehr nah sein müsste, unter dem er hautfarbenbedingt aber gerade wenig zu lachen haben dürfte...

Und mach' dir keinen zu großen Kopf: Du bist nicht der erste, der seine Projekte aus eigentlich satisfaktionsfähiger Quelle empfohlen bekam und - schon allein wegen der indigenen Roots - erst mal keinen Anlass sah, da genauer nachzuforschen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmja. Es ist kompliziert.

Die Frage "rechtsradikal oder einfach nur dumm" ist ja nie einfach zu beantworten, weil es da immer eine veritable Schnittmenge gibt. Bei Black-Twilight-Circle-Oberhonk Eduardo Ramírez ist das gleich ein richtig wildes Mischmasch. Der Mann ist Latino gutemaltekischer Abstammung mit angeblich indigenen Wurzeln (keine Ahnung, wie nachweisbar und "reinrassig", und es geht mir eigentlich auch am Arsch vorbei) in den USA. Also quasi gleich doppelt Zielgruppe für Rassismus. Daraus könnte man eine antirassistische Einstellung entwickeln - oder man kann, wie dieser Spezialist, schlussfolgern, dass Rassismus eigentlich total super ist, nur dass gerade, zumindest in Amerika, die falsche Rasse - nämlich die europäischstämmigen "Besatzer" - die Oberhand hat. Deppen und Arschlöcher gibt's halt überall.
Und dann hat er, vielleicht über seinen Freund und Geschäftspartner Hendrik M. aus T., irgendwie mitgekriegt, dass der rechtsradikale Bodensatz der Ostzone der Meinung ist, sich heute gegen den bösen Muselmann in quasi dem gleichen antigenozidalen Abwehrkampf zu befinden, wie Ramirez' angebliche Ahnen damals gegen das Gesocks aus Europa, das sich damals quer durch die neue Welt geraubt, gemordet, versklavt und vergewaltigt hat. Und die Antifa in Europa hält er auch für ähnlich schlimm wie die Conquistadoren oder die 7. Kavallerie in Amerika. Keine Ahnung, was er von Trump hält, der ihm bei so viel Ethnopluralismus ja ideologisch sehr nah sein müsste, unter dem er hautfarbenbedingt aber gerade wenig zu lachen haben dürfte...

Und mach' dir keinen zu großen Kopf: Du bist nicht der erste, der seine Projekte aus eigentlich satisfaktionsfähiger Quelle empfohlen bekam und - schon allein wegen der indigenen Roots - erst mal keinen Anlass sah, da genauer nachzuforschen.

Danke für diese wirklich gute Aufklärung!

Edit: die 7. Kavallerie musste ich dann allerdings doch googeln...
 
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Reaktionen: avi
Um den ganzen Wirrwarr komplett zu machen: " El Tigre Del Sur" von Volahn ist eine Homage an Emiliano Zapata...
Ach du scheiße. Querfront galore!

Back to topic: BM mit südamerikanisch-indigenen Einflüssen, meines Wissens ohne braunen Beigeschmack in anderer Hinsicht als der Hautfarbe, machen Invunche (aus den Niederlanden, mit chilenisch-stämmigem Sänger als einzigem Vollmitglied): https://invunche.bandcamp.com/
 
Hísemtuks Hími•n aus Washington ist, soweit ich das verstanden habe, eine Einmann-Band.
Besitze nur das Album "Wendigo" das seine Momente hat, aber auch noch ausbaufähig ist. Das neuste Album aus dem Jahr 2024 "Sp’q’n’iʔ" geht da schon in eine deutlich garstigere Richtung.
Über den Typen hinter dem Projekt weiss ich wenig bis gar nichts.
Finde die Musik aber interessant und für den Thread hier passend.


 
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