Witch Club Satan - Witch Club Satan (2024)

perkele

Till Deaf Do Us Part
Viele Infos zur Band konnte ich nicht finden aber so bezeichnen sie sich selber :

"Haunting Norwegian Black Metal by resurrected witches"

Das Debutalbum wurde pünktlich zum internationalen Frauentag veröffentlicht :


Self titled debut album, self-released.

To us, this is a precise representation of the spirit of our witchery, and other than that hard to describe with words.
But we figured Joe Daly of Metalhammer understood and captured it well with his words:

Feminist empowerment from
Norway’s new black metal coven.

Released on International
Women’s Day, the tracks
explore themes of feminist
empowerment and occult
lore, investing these tracks
with real gravitas. Witch
Club Satan haven’t merely
entered the black metal
arena, they’ve stormed it,
brandishing a banner of
innovation and audacity.
 
"We hereby announce the Witch Club Satan European Tour 2025!
Tickets will be out Friday 28th of March, at 10.00.

Sept 25th Hamburg (BE) Headcrash
Sept 26th XX XX
Sept 27th XX XX
Sept 28th Frankfurt (DE) Ponyhof
Sept 29th Munich (DE) Backstage
Sept 30th Karlsruhe (DE) P8

Oct 1st Basel (CH) Sudhaus Basel
Oct 2nd Lyon-Feyzin (FR) L’Epicerie Moderne
Oct 3rd Paris (FR) Petit Bain
Oct 4th Brussels (BE) Tumult Festival
Oct 5th Cologne (FR) Helios 37"
 
Weiss jemand obs da auch physisch was gibt, also CDmäßig?
Ich konnte nichts finden. Außer den schwindelerregenden Mondpreisen bei discogs für das Vinyl.
Hoffentlich kommt da nochmal was raus. Ich denke schon.
Das Zeugs von WITCH SATAN CLUB hält mich zur Zeit ziemlich in Atem. Sehr schönes Ding. Da muss ich wohl bei der Tour mich blicken lassen.
 
Bin ich die Einzige, die hofft, dass Witch Club Satan kein Aushängeschild für feministischen Black Metal wird? Über die musikalische Innovation will ich nicht streiten und auch politische Aussagen möchte ich nicht diskutieren. Was mich echt stört sind die Texte selbst.

Fresh blood
Fresh pussy

I eat a man every fourth week
I like my men medium rare
Cum shots from an ox
All I can think about is...


Oder auch: The pregnant women glow (...) like golden showers (...) I want to be Holy - A Glory Hole Mother

Dass sie nackt auftreten finde ich super, das bringt ja immer noch Leute durcheinander und passt gut ins Konzept. Aus meiner Sicht sprengen sie die Grenzen von Black Metal aber höchstens durch die niveaulosen Texte. Erfolg werden sie damit wahrscheinlich haben. Ich bin enttäuscht :hmmja:
 
Bin ich die Einzige, die hofft, dass Witch Club Satan kein Aushängeschild für feministischen Black Metal wird? Über die musikalische Innovation will ich nicht streiten und auch politische Aussagen möchte ich nicht diskutieren. Was mich echt stört sind die Texte selbst.

Fresh blood
Fresh pussy

I eat a man every fourth week
I like my men medium rare
Cum shots from an ox
All I can think about is...


Oder auch: The pregnant women glow (...) like golden showers (...) I want to be Holy - A Glory Hole Mother

Dass sie nackt auftreten finde ich super, das bringt ja immer noch Leute durcheinander und passt gut ins Konzept. Aus meiner Sicht sprengen sie die Grenzen von Black Metal aber höchstens durch die niveaulosen Texte. Erfolg werden sie damit wahrscheinlich haben. Ich bin enttäuscht :hmmja:

Was genau stört dich an den Texten? Ist es die radikale feministische Haltung, die bildhafte Brutalität oder der Fokus auf Gewalt gegenüber Männern?
Das interessiert mich wirklich und ist überhaupt nicht blöd gemeint.
Erfolg werden sie so oder so haben, allein schon wegen des Auftretens, da sind die Texte vollkommen wurst.
Und selbst wenn sich wer für die Texte interessiert, am anderen Ende der Stadt hockt ne Combo, die mit humorigen Titeln wie Addictet To Vaginal Skin, Fucked With A Knife, Butchered At Birth, Entrails Ripped From A Virgin's Cunt,... nicht gerade erfolglos ist. Vielleicht ist das aber auch aus meiner Sicht als Mann zu kurz gedacht.
 
Also mich stören die Texte auch, einfach weil sie billig sind. Ob den Mist jetzt Frauen verzapfen oder Männer ist mir da relativ egal, wenn jedes Wort wie plumpe Effekthascherei klingt. Ich brauche in meiner Musik weder Hardcore Porno-Lyrik noch verkaufsfördernde Nacktheit. Da das die Zielgruppe vermutlich anders sieht, werden die Hexen wohl auch ohne Besen zum nächsten Überflieger. Die zunächst gebuchten kleinen Venues hat die Band schon teilweise upgegradet.
 
Lieder über Körperflüssigkeiten und Sex (von mir auch liebevoll Lulu-Mumu-Pipi-Kaka-Lyrik genannt) sind auch in anderen Genres nicht so mein Ding, aber von mir aus sollense machen. Ich werd sie mir auf jeden Fall mal im November am Heavy Metal Lesbenfest anschauen, und wenn die Mucke knallt (TM), wird mich der Rest auch nicht abhalten, die Band zu mögen.
 
Mir ist das grundsätzlich relativ egal, wie sich die Band lyrisch und optisch inszeniert, da ich derlei Extremismen der Ausdrucksform generell eher interessiert bis verwundert aufnehme, als wahlweise entsetzt oder begeistert. Dass diese gewählten Effekte indes in besonderem Maße als "feministisch" angepriesen und gefeiert werden, finde ich ein wenig kurios. Kann man, wenn möchte, natürlich tun, wobei die Gratwanderung natürlich schon eine sehr feine ist, zwischen radikal-feministischer Präsenz und - eben doch - "Sex sells!"-Zurschaustellung. Müssen die Damen selbst wissen, wie sie ihre Kunst begreifen. Wie sie auf Dritte wirkt, indes, ist dem Auge des jeweiligen Betrachters überlassen, und da wird von schockiert-empörten Incel-Reaktionen über so viel offensive Weiblichkeit bis hin zu begeistert-autoerotischen Reaktionen von Menschen, die auch Troma-Filme nicht nur trashig-kultig, sondern buchstäblich "geil" finden, das volle Spektrum vertreten sein.

Dürfen sie machen, sollen sie machen. Bei mir persönlich ist's so, dass ich es ganz grundsätzlich okay finde, wenn jemand musikalisch dem frühen norwegischen Black Metal huldigt, und sich ein plakativ-transgressives Image dazu ausdenkt, das gerne eine gewisse Originalität haben darf. Wenn sie sich dabei ein wenig eine kleine Scheibe an der großen Wendy O. Williams abschneiden, dann ist das für mich okay. Die Lyrik und Ästhetik an sich finde ich weder besonders gut noch besonders schockierend. Das schenkt sich nicht viel im Vergleich zu den angesprochenen Exponaten von Cannibal Corpse. Darin ein besonders taugliches oder bemerkenswertes politisches Statement zu sehen, fällt mir aber irgendwie ein bisschen schwer.

Das entscheidende "big thing" um diese Band, mit soziopolitischer Tragweite, ist für mich (wie oben angedeutet) eigentlich die Frage, warum es keine CD gibt, denn die Musik an sich würde einen Kauf erwägenswert erscheinen lassen. Ist der CD-Sammler als solcher auf dem Weg, als Musikfan zweiter Klasse betrachtet zu werden? Falls ja, brauchen wir dringend eine Band, die durch rituelle Selbstentblösung auf das Schicksal diskriminierter CD-Sammler aufmerksam macht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was genau stört dich an den Texten? Ist es die radikale feministische Haltung, die bildhafte Brutalität oder der Fokus auf Gewalt gegenüber Männern?
Das interessiert mich wirklich und ist überhaupt nicht blöd gemeint.
Ich finde das hört sich gar nicht blöd gemeint an und ich kenne mich nicht genug aus um zu definieren was eine radikal feministische Haltung im Kern ausmacht :) Ich glaube und hoffe aber, dass nackt vorgetragene bildhafte Brutalität, Gewalt gegenüber Männern und Lulu-Mumu-Pipi-Kaka-Lyrik (das beschreibt es perfekt) diese nicht treffend abbilden.
Damit nutzen Witch Club Satan für mich aber Botschaften und Stilmittel, die mich mehr an sexistische, alkoholaffinere Genres wie Gore- und Porngrind erinnern, und das erlebe ich als Widerspruch zur beworbenen Grundidee des Ganzen. Daher stimme ich

Also mich stören die Texte auch, einfach weil sie billig sind.

zu.

hockt ne Combo, die mit humorigen Titeln
Das ist nen Argument und finde ich völlig okay - auch der Bandname lässt vermuten dass man alles nicht allzu ernst meint. Dann ist es halt Black Metal Satire. Darf man auch hören ;)

Dann wird es von Leuten, die es eigentlich promoten wollen, als "feminist all-female" Black Metal betitelt. Female ist ja kein Genre. Oder wie Oathbreaker auf die Frage "One particularity of Oathbreaker is the fact your singer is a girl. Have you ever used this fact for promoting the band and catch attention ?" antwortete "... I hope that people appreciate Caro more as a singer who happens to be a woman."
Es wäre sicher gut, wenn mehr Frauen als ernst zu nehmende MusikerInnen und HörerInnen im Black Metal wahrgenommen werden, fürchte aber, der Ansatz von Witch Club Satan wird nicht dazu beitragen. In diesem Sinne...
Ich werd sie mir auf jeden Fall mal im November am Heavy Metal Lesbenfest anschauen, und wenn die Mucke knallt (TM), wird mich der Rest auch nicht abhalten, die Band zu mögen.

... wünsche ich viel Spaß. Interessant sind sie auf jeden Fall. Berichtet gerne :)
 
Ja gut, der feministische Anteil wird sich - simplifiziert gesprochen - auf ein "Wir dürfen sowas auch" einpendeln, um dann Leuten ihre Doppelmoral aufzuzeigen, wenn sie Cannibal Corpse oder auch Carpathian Forrest abfeiern, hier damit aber auf einmal ein Problem haben. An der Stelle könnte man dann auf die intellektuelle Diskrepanz zwischen Auftreten in Interviews/Promotexten und künstlerischem Auftreten hinweisen - ganz ehrlich, die Diskussion ist mir die aufgewendete Zeit aber nicht wert.

Album taugt, müsste aber hinten heraus zwei, drei Songs kürzer sein.
 
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