Gaukli
Till Deaf Do Us Part
Worms neues Album Necropalace ist ein Meisterwerk. Und da auch schon der Vorgänger Foreverglade ein Ausrufezeichen gesetzt hat, verdient sich dieser Worm seinen eigenen Thread.
Aber vorher einen kurzen Abstecher in die siffige Ursuppe, aus der Worm ursprünglich entsprungen sind. Das Debüt Evocation of the Black Marsh klingt noch nach selbst produziert - auf der eigenen Toilette. Riecht auch so. Der direkte Draht in dämonische Höllenschlünde ist intakt. Der Nachfolger Gloomlord fährt den Sound dann eine Gesteinsschicht nach oben - so etwa in die orkverseuchten Tiefen von Khazad-dûm. Worm schlängeln sich durch fauliges Wasser und schlürfen Schimmelpilze. Dreckiger Death Doom mit schwarzer Seele.
Dann verwandelt sich die Made in einen Level 20 Drachen. Der Label-Wechsel von Iron Bone Head zu 20 Buck Spin - und der Wurm entpuppt sich als wahrer Riese. Foreverglade. Was sofort auffällt: Die Musik atmet freier. Alles ist organischer abgemischt. Alles hängt mit allem zusammen und bekommt gleichzeitig seinen eigenen Raum. Schon vorher sind die großen Songaufbauten allgegenwärtig gewesen. Aber auch hier ist Foreverglade ein Quantensprung: Aufbau und Entwicklung der einzelnen Tracks sind stimmiger. Worm gelingt hier ein scheinbarer Widerspruch: Das Album ist atmosphärisch dichter Death-Doom heavy as fuck und kommt doch leichtfüßig daher, bisweilen tänzelnd und verträumt.
Zwei EPs später erscheint nun das nächste volle Album: Necropalace. Inzwischen bei Century Media. Mit Necropalace schaffen sich Worm ihre eigene musikalische Nische: Der schwarze Death Doom ist noch immer ein Element, aber es wird symphonischer. Dungeon Synth ergänzt die Atmosphäre vorzüglich. Das Zusammenspiel von Gitarre und Synthesizer ist großartig. Die Gitarrenläufe bisweilen episch. Worm verlässt endgültig die unterirdischen Höhlen und baut sich eine Kathedrale auf luftigen Gipfeln. Kein Wunder, dass in diesen Höhen auch Drachen angreifen.
... womit ich beim Cover wäre. Das hat mich am Anfang eher irritiert. Irgendwie uninspiriert - dachte ich. Inzwischen sehe ich es als ziemlich passende Umsetzung der düsteren Atmosphäre mit klassischem Gruselfaktor, der sich immer wieder in episch-cineastische Weite verwandelt.
Ich esse einen Wurm, wenn sich Necropalace nicht auf zahlreiche Jahresendlisten spielt.
Aber vorher einen kurzen Abstecher in die siffige Ursuppe, aus der Worm ursprünglich entsprungen sind. Das Debüt Evocation of the Black Marsh klingt noch nach selbst produziert - auf der eigenen Toilette. Riecht auch so. Der direkte Draht in dämonische Höllenschlünde ist intakt. Der Nachfolger Gloomlord fährt den Sound dann eine Gesteinsschicht nach oben - so etwa in die orkverseuchten Tiefen von Khazad-dûm. Worm schlängeln sich durch fauliges Wasser und schlürfen Schimmelpilze. Dreckiger Death Doom mit schwarzer Seele.
Dann verwandelt sich die Made in einen Level 20 Drachen. Der Label-Wechsel von Iron Bone Head zu 20 Buck Spin - und der Wurm entpuppt sich als wahrer Riese. Foreverglade. Was sofort auffällt: Die Musik atmet freier. Alles ist organischer abgemischt. Alles hängt mit allem zusammen und bekommt gleichzeitig seinen eigenen Raum. Schon vorher sind die großen Songaufbauten allgegenwärtig gewesen. Aber auch hier ist Foreverglade ein Quantensprung: Aufbau und Entwicklung der einzelnen Tracks sind stimmiger. Worm gelingt hier ein scheinbarer Widerspruch: Das Album ist atmosphärisch dichter Death-Doom heavy as fuck und kommt doch leichtfüßig daher, bisweilen tänzelnd und verträumt.
Zwei EPs später erscheint nun das nächste volle Album: Necropalace. Inzwischen bei Century Media. Mit Necropalace schaffen sich Worm ihre eigene musikalische Nische: Der schwarze Death Doom ist noch immer ein Element, aber es wird symphonischer. Dungeon Synth ergänzt die Atmosphäre vorzüglich. Das Zusammenspiel von Gitarre und Synthesizer ist großartig. Die Gitarrenläufe bisweilen episch. Worm verlässt endgültig die unterirdischen Höhlen und baut sich eine Kathedrale auf luftigen Gipfeln. Kein Wunder, dass in diesen Höhen auch Drachen angreifen.
... womit ich beim Cover wäre. Das hat mich am Anfang eher irritiert. Irgendwie uninspiriert - dachte ich. Inzwischen sehe ich es als ziemlich passende Umsetzung der düsteren Atmosphäre mit klassischem Gruselfaktor, der sich immer wieder in episch-cineastische Weite verwandelt.
Ich esse einen Wurm, wenn sich Necropalace nicht auf zahlreiche Jahresendlisten spielt.