A5 On The Rocks - Konzerte im Raum Baden und Umgebung

MONSTERS OF COVER 2024: 13.04., Urloffen, Atlethenhalle
A Tribute To Iron Maiden, Motörhead and Black Sabbath

mit: POWERSLAVE (niederländische Iron Maiden Tribute), MÖRE THE HEAD (Motörhead-Tribute), CROSSING SABBATH (Black Sabbath Tribute)
Dieses mit viel Herzblut von den "Metalbrüdern" jedes Jahr organisierte Coverband-Festival ist hier in der Gegend eine schöne Institution, dieses Jahr zum 25. Mal! Dazu keine 15 km von mir weg. Über die Jahre gab es die großartigen Iron Maidnen, diverse Motörhead-Tribute, Volbeat-, Pantera-, Metallica-, AC/DC- undundnund-Coveracts. Heute gab es Tribute zu dreien meiner ewigen Alltime-Favebands, da möchte ich schon hin. Das kann man blöd und langweilig finden, oder aber hingehen und Spaß haben. Ich war zum dritten Mal da. Allerdings etwas lädiert, weil am Abend vorher Fahrradsturz und viele Prellungen. Nunja, Rock and Roll, kein Gejammer:D 18€ VVKK/23€ AK sind heutzutage auch noch im Rahmen, es gibt viele Kosten zu decken. Wir waren etwas zu früh da, so war noch nicht viel los, aber die Sporthalle füllte sich rasant und amtlich. Ich kannte außer meinen Mob kaum jemanden. Und ich erinnere mich auch nicht an bekannte Gesichter, die man von Metal-Konzerten so kennt nach all den Jahren. Trotzdem alles voll Metal-Shirts, v.a. Maiden, und paar Kutten. Altersschnitt deutlich höher, aber auch Jungvolk.

CROSSING SABBATH kommen aus dem Stuttgarter Raum und gehen die Sache mit drei Sängern an, je nach Phase der verehrten Ikonen einen anderen Stimmklang. Der Fokus liegt nicht nur auf der glorreichen Ozzy-Ära, sondern auch die Phasen mit Dio und Tony Martin, als auch Ozzy und Dio solo stehen im Programm. Es startet mit meinem Sabbath-Lieblingssong "Children Of The Grave", dann der "Iron Man". Der erste Sänger klingt deutlich zu rau und Bikermäßig, was nicht ganz zu Ozzy passt, kommt aber dennoch gut. Später bringt er noch "War Pigs". Der nächste sieht Nicko McBrain ähnlich und hat die beste der drei Stimmen. Er deckt die Dio-Ära ab, na klar "Heaven And Hell", "Neon Knights" und auch "Holy Diver", was naturgemäß von vielen abgefeiert wird. Der dritte hat einen leicht nöligen Stimmklang, kann aber auch richtig singen, was gut zu "Mr. Crowley", "No More tears" oder auch "Headless Cross" passt. Zu dritt unvermeidlich am Ende des Sets "Paranoid". Ich habe doch sehr "Black Sabbath" oder "Crazy Train" vermisst. Ein schöner Auftakt. Allerdings hasse ich "hey, hey, hey"-Spielchen und "Seid ihr gut drauf"-Fragen, v.a. wenn sie gleich noch vor dem ersten Song kommen.. Dennoch gute Band.

Motörhead-Coverbands habe ich echt schon so einige gesehen, manche besser, manche großartig wie die Freiburger Snaggletooth. MÖRE THE HEAD kommen aus Bremen und Wilhelmshaven, also eine weite Anreise. Hat es sich gelohnt? Alter, und wie! Von Beginn an Vollgas. Und Vollalarm. Wenn Sirenen und Motorengeräusche zum Intro ertönen, weiß man was folgt: "Bomber" ist ein super Einstieg! Es folgen "Dr. Rock", "We Are Motörhead", "Iron Fist", "Stay Clean", also das volle Programm Motöroverdöse. Alles flippt aus. Unbekannte schütteln dich und gröhlen mit dir jede Songzeile. Die Norddeutschen sind natürlich ein Trio aus Silberrücken. Der Sänger scheint Grieche zu sein (?) und spricht einen sympathischen Akzent, sieht aus wie ein kompakterer heutiger Tom Araya und hat eine bös-raue Röhre, fast schon zu arg, aber halt geil. Die Songs werden dann oft in hoher Geschwindigkeit geboten, was es nicht leicht macht, Granaten wie "R.A.M.O.N.E.S", "Rock Out" oder das Ass mitzuträllern. Das feuert aber auch den Mob an. "Killers", "Metropolis", "No Class", "Shoot You In The Back", "Goin' To Brazil", "Born To Raise Hell" und zum Finale Grande natürlich neben "Ace" noch "Killed By Death" und furios "Overkill" sorgen für großartige Stimmung. Ich konnte keine Rücksicht mehr auf meine Verletzungen nehmen, scheiß drauf. Im Motör-Mob gibt es keinen Schmerz. Dass ich das am nächsten Tag bereuen werde, war klar, aber heute egal:D

Die Niederländer POWERSLAVE teilen sich den Namen mit noch ner Menge anderer Maiden-Tribute-Bands. Nun drängte sich alles noch dichter, die Masse an Maiden-Shirts war nochmal sichtbarer. Viele Leute 50+ dürften es gewesen sein. Alles wartete gespannt. Stilecht ging es mit "Doctor, Doctor" vom Band los, und dann in Flugzeuglärm über. Na, mit was startet das wohl? Richtig, nach der berühmten "Churchill's Speech" durfte "Aces High" den Anfang machen. Und mal ohne Übertreibung: was der Fünfer da hinlegte, war insgesamt wirklich phänomenal!! Die Musiker richtig gut, v.a. der eine Gitarrist, der wie der heutige Paul Di'Anno ausschaut, hat richtig was drauf. Die Songs haben hohen Wiedererkennungswert und doch auch eine eigenen Note, nicht alles 1:1 kopiert. Der Hammer ist dabei der Sänger, der das Outfit des heutigen Bruce kopiert, und dann wirklich auch noch wie dieser klingt!! Kommt vom Klang her echt ganz nah dran, was alles noch geiler macht. Der Mob tobt, um mich herum wird jede Zeile mitgesungen.


Die Jungs machen eine sehr sympathische, coole Show. Es kommt auch mal ein Eddie auf die Bühne und triezt die Band. Die Setlist ist großartig, Es geht weiter mit der A-Seite der LAD: "2 Minutes To Midnight", "The Trooper", "Revelations", "Flight Of Icarus", ich war im Himmel. Es wechselte dann aber in andere Songs wie einer tollen Version von "The Evil That Men Do", "Wrathchild", "Caught Somewhere In Time", "Stranger In A Strange Land", als "jüngsten" Song das unvermeidliche "Fear Of The Dark", was mir ne Verschnaufpause genehmigte. Es kamen "Wasted Years", "Hallowed Be Thy Name", "Number Of The Beast", "Powerslave", natürlich "Iron Maiden" und "Run To The Hills". Wie immer hat man bei FOTD und eben RTTH das Gefühl, viele kennen nur die Songs. Aber ist ja auch egal. Ich hätte gerne noch mehr von den ersten beiden Platten gehabt, oder den "Mariner", war aber auch so, wie der ganze Saal, wunschlos glücklich. Ganz im ernst habe ich schon Maiden selbst deutlich "schlechter" gesehen, nicht übel als Fazit! Wenn ihr mal die Gelegenheit habt, die müsst ihr euch unbedingt ansehen, die beste Maiden-Tribute-Band, die ich bisher gesehen habe! Und dieser tolle Sänger!

 
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DEVIL MASTER // DÖDSRIT - 14.04, KA, P8

Ich war doch sehr gespannt ob die neuen Dödsrit-Songs mir live besser gefallen, als bisher aus dem Netz. Und Devil Master mit ihrem verrückten Soundgewand fine ich ja seit ihren ersten beiden Singles geil, die ich aufgrund eines Reviews im Plastic Bomb, meine ich, mir gekauft habe. Das erste Album war cool, aber hatte nicht mehr ganz das Chaos der 7"es. Das neue kenne ich bisher noch nicht. Richtig was los war heute. Dödsrit haben mittlerweile eine ganz schöne Reichweite. Witzigerweise war vor allem viel Publikum da, dass man optisch als "hipsterig" bezeichnen könnte. Jedenfalls spielten sei beim letzten Besuch noch auf der kleinen Bühne, heute im großen Raum. Dödsrit hatten auch eine echte Bandbreite an Merch dabei, hat mich überfordert, aber ich habe zum Glück noch eine Tour-Edition des neuen Albums mit Obi-Strip abbekommen, ich liebe sowas. Devil Master hatten dafür leider keine ihrer neuen LPs mehr da, alles ausverkauft, aber nice Shirts.

Unprätentiös ohne viel Galama ging es nach einem Intro los und Dödsrit spielten als erste. Coolerweise ist da eine echte Band draus geworden. Sehe sie heute zum dritten Mal. Und wie vorhergesagt, gefallen mir die neuen Songs live gleich besser. Allerdings war es mir dennoch etwas zuviel Dudelei mit all den klassischen Double-Harmony-Parts. Mir fehlte ein wenig die Rauheit und Räude des alten Materials. Der Drummer hat aber vieles gerettet für mich, der hat gut gebollert. Wenn ich das richtig im Schädel habe, gab es leider keine Songs der ersten beiden Alben, sondern 2 vom Vorgänger "Mortal Coil", sowie drei neue. Solider Auftritt, aber, um ganz ehrlich zu sein, ist mir etwas der früheren Magie abhanden gekommen. Dennoch weit weg von schlecht oder so.

Es marschierte ein stranger Haufen auf die Bühne: der Sänger/Basser hätte auch bei einer 80er-AOR-Band entstammen können, der Drummer mit verlaufener Schminke der old-school Metaller, der eine Gitarrist eine Mischung aus Graf Zahl, dem Hällas-Sänger und Euronymous auf diesen Bildern, wo er Corpsepaint und diesen Graf Dracula-Mantel trägt, also auch Corspepaint und stylischer Zorro-Mantel, innen lila! Der andere Klampfer sah dann aus wie Pauli von Stallion oder Dag Hofer von Bullet, auch mit lustiger Gesichtsbemalung und Umhang. Das passte alles hervorragend zur coolen Musik! So klingt es, wenn Langhaarige Punkrock spielen, paar Shots Black Metal in den Mixer und mit immer wieder verhallter Christian-Death-zu-Rick-Rozz-Zeiten Gitarre, was einen schönen Deathrock-Touch dazu gibt. Geiles ufta-ufta-Punk-Gedrumme und natürlich total verhallter Gesang zu Mückenschwarm-Soli. Ich fand das prima und waren meine Tagessieger, da schön viel Chaos im Tank und herrlich schräg. Doch, die Bande aus Philadelphia konnte locker halten, was es auf Platte gibt!

 
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DEVIL MASTER // DÖDSRIT - 14.04, KA, P8

Ich war doch sehr gespannt ob die neuen Dödsrit-Songs mir live besser gefallen, als bisher aus dem Netz. Und Devil Master mit ihrem verrückten Soundgewand fine ich ja seit ihren ersten beiden Singles geil, die ich aufgrund eines Reviews im Plastic Bomb, meine ich, mir gekauft habe. Das erste Album war cool, aber hatte nicht mehr ganz das Chaos der 7"es. Das neue kenne ich bisher noch nicht. Richtig was los war heute. Dödsrit haben mittlerweile eine ganz schöne Reichweite. Witzigerweise war vor allem viel Publikum da, dass man optisch als "hipsterig" bezeichnen könnte. Jedenfalls spielten sei beim letzten Besuch noch auf der kleinen Bühne, heute im großen Raum. Dödsrit hatten auch eine echte Bandbreite an Merch dabei, hat mich überfordert, aber ich habe zum Glück noch eine Tour-Edition des neuen Albums mit Obi-Strip abbekommen, ich liebe sowas. Devil Master hatten dafür leider keine ihrer neuen LPs mehr da, alles ausverkauft, aber nice Shirts.

Unprätentiös ohne viel Galama ging es nach einem Intro los und Dödsrit spielten als erste. Coolerweise ist da eine echte Band draus geworden. Sehe sie heute zum dritten Mal. Und wie vorhergesagt, gefallen mir die neuen Songs live gleich besser. Allerdings war es mir dennoch etwas zuviel Dudelei mit all den klassischen Double-Harmony-Parts. Mir fehlte ein wenig die Rauheit und Räude des alten Materials. Der Drummer hat aber vieles gerettet für mich, der hat gut gebollert. Wenn ich das richtig im Schädel habe, gab es leider keine Songs der ersten beiden Alben, sondern 2 vom Vorgänger "Mortal Coil", sowie drei neue. Solider Auftritt, aber, um ganz ehrlich zu sein, ist mir etwas der früheren Magie abhanden gekommen. Dennoch weit weg von schlecht oder so.

Es marschierte ein stranger Haufen auf die Bühne: der Sänger/Basser hätte auch bei einer 80er-AOR-Band entstammen können, der Drummer mit verlaufener Schminke der old-school Metaller, der eine Gitarrist eine Mischung aus Graf Zahl, dem Hällas-Sänger und Euronymous auf diesen Bildern, wo er Corpsepaint und diesen Graf Dracula-Mantel trägt, also auch Corspepaint und stylischer Zorro-Mantel, innen lila! Der andere Klampfer sah dann aus wie Pauli von Stallion oder Dag Hofer von Bullet, auch mit lustiger Gesichtsbemalung und Umhang. Das passte alles hervorragend zur coolen Musik! So klingt es, wenn Langhaarige Punkrock spielen, paar Shots Black Metal in den Mixer und mit immer wieder verhallter Christian-Death-zu-Rick-Rozz-Zeiten Gitarre, was einen schönen Deathrock-Touch dazu gibt. Geiles ufta-ufta-Punk-Gedrumme und natürlich total verhallter Gesang zu Mückenschwarm-Soli. Ich fand das prima und waren meine Tagessieger, da schön viel Chaos im Tank und herrlich schräg. Doch, die Bande aus Philadelphia konnte locker halten, was es auf Platte gibt!

Hab‘ das mit DM und Dödsrit online gesehen, aber das war nach dem Dying Victims Attack echt nicht drin bei mir. Hab‘ dann lieber gestern entspannt den bekifften Jesus aus der Ukraine in Straßburg gesehen. Die sind heute übrigens in Karlsruhe mit Typhuzz als unglaublich tollem Support (gewesen)!
Für Kurzentschlossene am Freitag im Jazzhaus Freiburg: DeWolff. Sollen eine sehr gute Live-Band sein!

Die hatte ich aufm Freak Valley damals glaube gesehen, muss gut gewesen sein. :feierei:
 
Hab‘ das mit DM und Dödsrit online gesehen, aber das war nach dem Dying Victims Attack echt nicht drin bei mir. Hab‘ dann lieber gestern entspannt den bekifften Jesus aus der Ukraine in Straßburg gesehen. Die sind heute übrigens in Karlsruhe mit Typhuzz als unglaublich tollem Support (gewesen)!

Die hatte ich aufm Freak Valley damals glaube gesehen, muss gut gewesen sein.:feierei:
liege leider flach mit dicker Bronchitis, wäre morgen aber ansonsten in KA bei der dt. Hardcore-Punk Legende Emils
 
jemand im alten Wasserwerk/Lörrach am 18.05?

Blood Fire Death schonmal gesehn und für sehr gut befunden :top:

Screenshot-2024-04-16-085945.png
Jap haben es eigentlich fest im Plan da anzufangen. Die Bathory Coverband hat da vor ziemlich genau 10 Jahren schonmal gespielt- fand ich großartig.
 
liege leider flach mit dicker Bronchitis, wäre morgen aber ansonsten in KA bei der dt. Hardcore-Punk Legende Emils
uff, gute Genesung! Für alle anderen:
In Offenburg findet im Stud diesen Samstag dessen Feier zum 18. Geburtstag des Kulturfördervereins statt. Die Bandauswahl ist nicht so meins (The Prophecy²³, nancybreathing, Sunset Flare), aber vielleicht sieht man ja trotzdem die eine oder andere Nase ausm Forum. Eintritt frei, Preise günstig!
plakat.jpg

(und im Hochsommer gibt's noch ein richtig gutes Konzert, aber dazu bald mehr...)
 
SkullCrusher Fest III - Freiburg, ArTik & Slow Club
Die ersten beiden Ausgaben waren so cool, dass klar war, ich gehe natürlich wieder hin. Allerdings konnte ich Freitag nicht und plädiere eh dafür, wieder zu Samstag-only zurück zu kehren! Ein Tag reicht, v.a. wenn es ab 13:30 Uhr ohne Pause durchballert. Ausverkauft heißt, was Harald und sein Team da machen, kommt sehr gut an. Und das kleine, aber mehr als feine DIY-Festival hat eine stets gute Mischung an Stilen, meist im Metal verortet, und kleinen, kleineren wie auch größeren Acts. Leider war das Catering diesmal nicht so der Bringer. Recht saftige Preise und für vegan lebende nur Pommes mit Gemüsesoße, da war das famose Pizza-Angebot letztes Jahr weit cooler!
Wer noch nie da war: Fußläufig zum Hauptbahnhof gelegen, wechselt man zwischen zwei fast nebeneinander liegenden Clubs, dem Artik und dem Slow Club, hin und her, da dort sich die Bands nahtlos abwechseln, was manchmal stressig ist, da grade der kleine Slow Club schnell voll ist und du schnell sein musst, wenn im Artik eine favorisierte Band spielt, du das Ende nicht sehen kannst, weil nebenan gleich das nächste Must-see spielt. Aber man kriegt es hin. Keine nervigen Security-Bollos, keine Stressköpfe (diesmal), sehr okayne Getränke-Preise, Innenhof, wo man nett abhängen kann und Leinwand, wenn man mal eine Band drüben nicht sehen, aber dennoch reinhören mag. Und der ganze Merch-Kram ist in einer extra Halle nebenan, was sehr cool ist.

Diesmal war ein starkes Aufgebot wieder am Start, vieles kannte ich aber auch nicht, oder nur vom reinhören. Das versprach nicht so viel Stress, man hatte mal ausgiebiger Zeit zum Labern mit Leuten, was ich dann auch ausgiebig tat. RUNNING MAIDEN habe ich letztes Jahr bereits gesehen. Nette junge Leute spielen 80s styled Heavy Metal mit Speed im Tank. Kann was, aber ich musste gleich rüber, weil nicht nur zu meinem völligen Unverständnis so früh RANÁ aus Hannover loslegten. Diese Band ist was für später, der ganze Sound gibt das her, so fand ich die Position leider etwas verschenkt. Ändert aber nix an der prima Musik. Letztes Jahr zum ersten Mal gesehen, konnte mich auch diesmal der Mix aus atmosphärischem Black Metal und Neo-Crust voll abholen. Erinnert mich manchmal an Fall Of Efrafa. Intensiver, dichter Sound, wo auch die Klargesang-Parts sehr geil kommen. Faire Merch-Preise auch. SPITFIRE kommen aus Karlsruhe, sind jung und hauen voll auf die Zwölf. Schneller, ruppiger Rumpel-Teutonen-Thrash im Stile alter Sodom und Konsorten, mit ner Schippe Speed Metal, aber das Rumpel ist gekonnt und keinenfalls stümperhaft-billig. Sehr geil die beiden riesigen Kreissägeblätter, die Becken-mäßig das Drumkit einrahmen. Deaf Aid, Death Decline und Voidhaven fielen dann der Nahrung und Gespräche zum Opfer.

Die Oldenburger KARLOFF sind ja längst Szene-Kult, grade auch hier im Forum. Letztes Jahr konnte ich sie auf dem HOH nur zum Teil sehen, weil das nächste Highlight anstand. Ihre Mucke hat genügend Räude, Schwärze, and Roll, alles in rotziger Punkmanier vorgetragen. Aber ein Manko: es ist immer alles im gleichen Midtempo. Grade wenn du denkst, jetzt kommt Vollgas, bleibt es in der Mitte hängen. Alles cool, aber etwas mehr Speed mit rein wäre sehr förderlich! Bloodspot ließ ich aus. Dafür schnell rein zu THRONEHAMMER. Mein vierter Gig, und irgendwie schaffen sie es, mich jedes Mal nochmal mehr zu plätten! Diese alles niederwalzende Doom-Front hat soviel Wucht und Wall-of-Sound im Gepäck, mich drückt das gradezu weg. Die neuen Songs sind Killer, Sängerin Kate ist eine wahre Macht, besonders wenn sie vom epischen Doom in Death Meal Growls wechselt. Alles durch und durch großartig! Allerdings konnte ich den ultramächtigen Rausschmeißer und Trademark-Hit "Thronehammer" nur zu zwei Drittel sehen,

weil ich rüber zu NAXEN musste, bevor alles voll ist. Das Trio aus Münster hat mich letztes Jahr in Karlsruhe echt umgehauen. Und heute war das nicht anders. Völlig packender, atmosphärischer, aber auch trver Black Metal verschiedener Prägungen, der einen einsaugt und nicht mehr freigeben will. Einfach nur ganz intensiv und plättend, mehr geht kaum. Die neuen Songs vom soeben erschienen 2. Album sind noch stärker als die vorherigen Sachen, just wow! Und gleich wieder rüber, denn die durchgeknallten Belgier BÜTCHER standen schon bereit. Auch mein bereits vierter Auftritt, den ich sehe. Und es hat nix vom Charme verloren. Das ist alles so dermaßen drüber, durch und verrückt, unfassbar! Black-Thrash mit viel Speed und Humor, immer an der Kante zum Chaos. Jedoch sind sie mittlerweile sehr professionell und so wirkt alles noch geiler. Publikum wie Band drehen am Rad, es entsteht ein Pit, der Sänger post wie verrückt mit Kerry King-Gedächtnis Nagelarmband, Patronen, umgedrehtes Kreuz als Mikroständer, Kunstblut und Kajal. Sehr cool war die Ansage, dass die beiden metallenen Speed Metal Wheels, die neben dem Drumkit thronten, nichts mit der Nazi-Sonne zu tun haben, darum "grind the Fascist Scum", unmissverständliche Message. Der hysterische Gesang ist einfach noch das I-Tüpfelchen, insgesamt klingt alles wie Priest auf 78rpm.

Nach der Sause war die Luft ziemlich raus, was soll da noch kommen? Drum verbrachte ich die italienischen Prog-Deather Bedsore vor dem Bildschirm. wenn sie schnell wurden, klang es ganz gut, ansonsten für jetzt zu verspult. Auf zum letzten Act. Das waren VIGLIÒS aus Basel. Gehen oder bleiben? In der Beschreibung stand was von 2nd Wave Black Metal á la Darkthrone und Immortal, da bleibt man doch. Nunja, das hörte ich nicht raus. Aber schrulligen, basslosen raw Black Metal von drei Typen, die in ihre weitgeschwungenen Bademäntel in den Gesichtsausschnitt ... Bastkörbe reingenäht haben?? Ähm, ja, irgendwie sowas.. Flechtwerk statt Masken, wie bei sovielen anderen. Kann man machen, sieht aber mindestens seltsam bis seltsam aus. Dazu Burzum-artiges Geschrei. Wir waren durch und wollten heim. Super Tag, geiles Fest.
 
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