Der Manowar-Thread

Am vergangenen Sonntag waren Manowar am Riverside Festival hier in der Schweiz zu Gast. Kurzreview von einem Manowarrior, der die Band seit 2008 nicht mehr gesehen hat:

Die Fragezeichen vor der Show:
Sabotiert Joey den Auftritt mit peinlichen Einlagen selbst?
Ist Eric auch im ehrwürdigen Alter noch leistungsfähig?
Wie gliedert sich Michael Angelo Batio ins Bandgefüge?
Müssen wir "Laut und stark, hart und schnell" erdulden?

Alle Zweifel waren nach dem ersten Song verflogen. Ein astreiner Headlinergig:
- Perfekter Sound.
- Eric Adams, der Sangesgott, als Boss auf der Bühne, Joey hat sich über den Grossteil der Show im Hintergrund gehalten. Mit Michael Angelo Batio scheint's zu passen, der hat sich gut ins Gesamtbild eingefügt, sah alles harmonisch und routiniert (im positiven Sinne) aus.
- Kein überflüssiges Drumsolo, aber ein gelungenes Instrumental von MAB und Joey, bei dem einem ob der Fingerfertigkeit von Joey am Bass wieder mal die Kinnlade runterrutschen konnte.
- Eine nicht makellose Setlist, aber eine zum abfeiern. Erstaunlich: Dawn of Battle und King of Kings mit dabei, zweiteren hab ich sehr geschätzt, ersteren überhaupt nicht gekannt. Da soll mal einer behaupten, es gäbe keine Überraschungen mehr.
- Sinnvoll eingesetzte Pyroeffekte.
- Eine bis 2 Minuten vor Schluss erträgliche Lautstärke.

Ein Wunder, dass ich heute wieder so gut bei Stimme bin. Die Setlist:

Manowar
Kings of Metal
Fighting the World
Holy War (Highlight!!!)
Immortal
Call to Arms
Heart of Steel
Warriors of the World United (Was, jetzt schon? 1)
Guitar & Bass Duet
Hail and Kill (Was, jetzt schon? 2)
The Dawn of Battle
King of Kings
The Power (Highlight 2!!!)
Fight Until We Die

Encore:
Joey's Speech (war ok, Dauer und Fremdschämfaktor: erträglich)
Battle Hymn
Black Wind, Fire and Steel

Gefehlt hat zwar einiges, aber die fehlenden Gassenhauer kommen bestimmt beim nächsten Mal, das uns versprochen wurde. Dann hoffentlich in einer Halle und mit über 2 Stunden Spielzeit. Die alten Säcke haben's drauf. Und ich hab meinen Frieden mit ihnen geschlossen. Seit Magic Circle Festival II stand ich ja auf Kriegsfuss mit Joey. Rehabilitation geglückt. Freue mich aufs nächste Konzert. Machtdemonstrations geglückt, Hail Manowar!
 
"Nicht makellose Setlist" das ist aber echt vorsichtig ausgedrückt. Aber gut, mag ja Leute geben die mit den 2000er Sachen was anfangen können - ich finde da klingt alles wie drittklassiger Eurokäse.

Ansonsten geh ich aber mit. Joeys Speech war okay auszuhalten. Dass die Veranstalterin ihm Schwyzerdütsch beigebracht hat und er uns souverän von der Bühne runter erzählt hat dass wir alles geili Siechä sind war in der Tat ein Brüller.
 
Zum Sound muss man noch sagen: war halt exakt so wie Joey ihn will. Das heisst auch bei jedem Song angepasst. Aber dadurch grad bei vielen neueren Sachen die Gitarre viel zu sehr im Hintergrund.
 
Ich hatte vorhin einen Tagtraum von meinem perfekten Manogig:

- kleiner Club, max 500 Leute
- über 120 Minuten
- Setlist mindestens 80 Prozent von den ersten 7 (!) Alben
- Ansagenlänge wie bei den Ramones
- keine Soli / Duette usw.
- Wizard im Vorprogramm, mindestens 60 Minuten

Und dann bin ich aufgewacht ;)
 
Ich hatte vorhin einen Tagtraum von meinem perfekten Manogig:

- kleiner Club, max 500 Leute
- über 120 Minuten
- Setlist mindestens 80 Prozent von den ersten 7 (!) Alben
- Ansagenlänge wie bei den Ramones
- keine Soli / Duette usw.
- Wizard im Vorprogramm, mindestens 60 Minuten

Und dann bin ich aufgewacht ;)
Dann war der Auftritt von Ross the Boss auf dem Harder Than Steel 2016 schon recht nahe an der Perfektion. Kleiner Laden in der genannten Größenordnung und diese Setlist:
Und davor gab's Dark Forest, Sacred Steel und Tokyo Blade.
:)
 
Ich glaube die secret gigs aka Lords of Steel in Memmingen kommen der Vorstellung auch recht nahe - was man so liest. Ich hab sie leider verpasst.

 
Ich glaube die secret gigs aka Lords of Steel in Memmingen kommen der Vorstellung auch recht nahe - was man so liest. Ich hab sie leider verpasst.

War aller erste Sahne der Gig. Hat mega Spaß gemacht. Das Set war der Wahnsinn. Besonders im Vergleich zur diesjährigen Tour.
 
Ich glaube die secret gigs aka Lords of Steel in Memmingen kommen der Vorstellung auch recht nahe - was man so liest. Ich hab sie leider verpasst.

Fehlt nur ein charismatischer Gitarrist
 
Ich glaube die secret gigs aka Lords of Steel in Memmingen kommen der Vorstellung auch recht nahe - was man so liest. Ich hab sie leider verpasst.

Auf der Tour war ich (in Münster) und da hat zumindest der äußere Rahmen gestimmt, mit der Darbietung war ich auch zufrieden, nur die Setlist war zwar sicher besser als die aktuelle aber doch noch stark ausbaufähig, und Support gab es leider gar keinen.
 
Dann war der Auftritt von Ross the Boss auf dem Harder Than Steel 2016 schon recht nahe an der Perfektion. Kleiner Laden in der genannten Größenordnung und diese Setlist:
Und davor gab's Dark Forest, Sacred Steel und Tokyo Blade.
:)
Da war ich leider nicht, wäre aber jederzeit dazu bereit, idealerweise mit einem Eric A. als Special Guest am Mikrofon ;)
 
Ich habe keine Ahnung wer nun der Social Media Verantwortliche bei der Kapelle ist. Aber war es nicht so, dass Joey alles auf YouTube hat löschen lassen? Heute werden komplette Fan Aufnahmen vom letzten Konzert in Sao Paulo auf den Band eigenen Kanälen geteilt. Verrückte Welt! Vielleicht hat Mr. Batio dem Herren ?mal die Augen geöffnet. Soviele Backstage Clips wie in den letzten ein Zwei Jahren gab es noch nie von der Band.

Ich bin echt Gespannt was nach der Süd Amerika Tour passieren wird.
 
Nächstes Jahr 40 Jahre HtE und SotH. Da könnte man schon auf eine gute Tour hoffen!
Beide Alben am Stück sind ca 90 min!?
Plus Battle Hymn und ich bin zufrieden und die bezahle was Joey verlangt.
Das unterschreibe ich bis auf den letzten Halbsatz, zu den aktuellen Kursen würde ich nicht hingehen, selbst wenn sie die ersten 4 komplett spielen würden.
 
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