BURST (SWE - Post-Hardcore/Progressive Metal)

Dieses Thema im Forum "METROPOLIS - Progressive Rock & Metal" wurde erstellt von deleted_53, 21. Dezember 2017.

  1. deleted_53

    deleted_53 Guest

    Eine großartige schwedische Band, die ich vor allem für das metallische Spätwerk schätze. Einflussspannweite reicht von Breach über Refused und Unwound, Unsane, At The Drive-In zu Botch, Neurosis, Mastodon und Isis. Anfangs typischer Schweden-Hardcore (D-Beat, Crust, bissle Metal; typisch eben), ist auch die weitere Biographie nicht untypisch schwedisch, so auch die Nähe zum Metal (s. auch viele andere schwedische Hardcore-Bands wie Millencollin oder Satanic Surfers). Zum Beginn des neuen Milleniums und garantiert unter dem Einfluss immer progressiver werdenden Bands aus dem Hardcore-Spektrum (gerade Refused, Breach, Neurosis und viele Bands auf Hydra Head Rec.) begann sich der Stil von Burst langsam hin zu komplexeren Arrangements zu wandeln und insgesamt massiv zu öffnen. Das 2000er Album "Conquest: Writhe" zeigte sich dabei noch deutlich schwedisch beeinflusst (wieder: Refused, Breach, auch Switchblade, ggfls. Cult Of Luna, die ja da dann langsam selbst sich weiterentwickelten), wenn auch metallischer, der Nachfolger "Prey On Life" vollendete 2003 die Emanzipation und zeigte eine reife und musikalisch fordernde, stiloffenen Post-Hardcore/Prog-Metal-Band. Auf den folgenden beiden Alben "Origo" und "Lazarus Bird" trieben die Schweden diesen Stil noch verfeinert auf die Spitze. Wütende, aber komplex-progressive Hardcore-Ausbrüche treffen auf NeuroIsis'sche Schwere, Pink-Floyd-Einflüsse auf Cult-Of-Luna-Verzeiflung, Breach'scher Rock auf Mastodon'schen Prog und Refused-/At-The-Drive-In-Weirdo-Riffs. 2009 und damit vor der richtigen Zeit zum Durchbruch war dann leider Schluss.

    Live waren Burst eine überaus wilde Band. Man merke ihnen deutlich an, woher die Herren kamen. Trotz komplexer Musik ging es da ordentlich ab. Jesper war übrigens auch Nasum und aushilfsweise für Napalm Death tätig.

    Ich persönlich stehe total auf die drei Alben auf Relapse (was man wieder die Lobi-Demos-These widerlegt :D).

    Edit: ganz vergessen: Gerstern verkündete die Band ihre Reunion zum 2018 Be Prog! My Friend Festival. Ich hoffe, dem folgen zumindest weitere Touren.

    upload_2017-12-21_11-11-4.jpeg

    https://www.youtube.com/embed/s4whoZSUzEQ

    https://burstband.bandcamp.com/album/lazarus-bird
    https://burstband.bandcamp.com/album/origo
    https://burstband.bandcamp.com/album/prey-on-life
     
  2. deleted_53

    deleted_53 Guest

  3. Axe To Fall

    Axe To Fall Till Deaf Do Us Part

    Unendliche Liebe für diese Band. Die drei Alben auf Relapse gehören zu den besten Dingen der letzten locker 15 Jahre.
     
    LaHaine, reid und deleted_53 gefällt das.
  4. deleted_227

    deleted_227 Guest

    Ganz große Liebe, die letzten drei Alben sind Super, live sind sie aber die absolute Geilerei gewesen. Das Konzert auf der Tour zu Prey on life in Trier (mit Textures, Alchemist und Tephra zusammen) wird wohl auf ewig in meiner Konzert Top 10 bleiben.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23. Dezember 2017
    reid und deleted_53 gefällt das.
  5. Der böse Och

    Der böse Och Till Deaf Do Us Part

    Dank der Erinnerung hier habe ich gestern die "Origo" aus dem Regal gesucht und seit Jahren mal wieder angehört. Ist schon guter Stoff. In die anderen beiden hier gepriesenen Alben hatte ich damals bestimmt auch reingehört, aber wohl nur im stichprobenartigen Schnellgang. Wird die Tage jetzt mal aufmerksamer nachgeholt.
     
  6. DreamingInRed

    DreamingInRed Till Deaf Do Us Part

    Same here!

    Wir waren damals zu der Tour mit The Ocean und Bison BC, müsste 2009 gewesen sein. Großartigst!
     
  7. deleted_227

    deleted_227 Guest

    Ja auf der Tour hatte ich sie in Esch Alzette auch gesehen. Und dann noch ein weiteres mal, auch in Esch Alzette, als Origo veröffentlicht wurde. Mangels Eintrittskarte o.ä. weiß ich aber echt nicht mehr wer da noch mit dabei war.
     
  8. hulud

    hulud Till Deaf Do Us Part

    Jau, tolle Band. Zweimal als Support von Dillinger Escape Plan anno 2004 gesehen und jedes mal war ich mega begeistert.
     
OK Mehr Informationen

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt.