Biff Baff - Das beste Saxon Album (und Saxon allgemein)

Dieses Thema im Forum "IRON FISTS - Heavy Metal & Doom Metal" wurde erstellt von wrm, 9. September 2014.

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Das beste Saxon Album ist....

Diese Umfrage wurde geschlossen: 9. Oktober 2016
  1. Saxon (1979)

    1,3%
  2. Wheels of Steel (1980)

    15,2%
  3. Strong Arm of the Law (1980)

    24,1%
  4. Denim and Leather (1981)

    17,7%
  5. Power & the Glory (1983)

    17,7%
  6. Crusader (1984)

    6,3%
  7. ein ganz anderes...

    17,7%
  1. The_Demon

    The_Demon Deaf Dealer

    In Düsseldorf letzten Monat hatte bei Denim & Leather die ganze Band eine Kutte an, sogar Doro :D
     
    Frank2 gefällt das.
  2. Warball666

    Warball666 Till Deaf Do Us Part

    Meine uralt-aber-immer-noch-in-Gebrauch-Kutte würde ich schon wegen dem Dio Autogramm da drauf nicht auf die Bühne schmeißen. Nie im Leben!
    Aber sympathisch kommt das Ganze schon immer rüber.
     
    Othuum, The_Demon und Frank2 gefällt das.
  3. Alt-Metaller

    Alt-Metaller Till Deaf Do Us Part

    Nur mit langer Kette und Sicherheitsschloss!
    Beim BYH hatte ich mitbekommen, wie Einer mit der zurück geworfenen Kutte abhauen wollte!
     
  4. BackFromTheDead

    BackFromTheDead Till Deaf Do Us Part

    Høwdy,


    nachdem ich ohnehin seit VÖ von ‘Thunderbolt‘ in meiner bislang intensivsten Saxon-Phase stecke, habe ich die Truppe nun kurzerhand zu meiner CoViD-19-Hausband ernannt, die komplette Diskographie längere Zeit rauf und runter gehört und dabei auch die bisherigen Lücken geschlossen. Smells like Listenwahn, Baby!

    Ein paar Sachen sind vorab noch festzustellen:

    • die Band hat keinen echten Ausfall in ihrer Diskographie (höchst bemerkenswert bei 22 Studioalben!) und nach dem noch etwas unausgegorenen Debut nie mehr die 7,5 Punkte unterschritten (ja, mir gefallen auch die Platten aus der zweiten Hälfte der Achtziger). Hut ab!
    • die stilistische Breite von Biff & Co ist wirklich enorm: Hard Rock, Heavy Rock, Heavy Metal, Power Metal in jeweils div Schattierungen, diese Vielseitigkeit ist mir jetzt erst so richtig bewusst geworden.
    • die Truppe ist eine der ganz, ganz wenigen, bei denen ich auch mit langsamen Songs i.d.R. was anfangen kann. Da sollen sie sich gefälligst was drauf einbilden.
    • am besten ist die Kapelle dann, wenn mit dieser ganz eigenen Lässigkeit betont melodisch heavygerockt wird, von daher war die Phase von ’SBOR ’ bis ’DOW ’ auch die (bislang) stärkste. Andere Ansichten sind selbstverständlich zulässig, aber fehlgeleitet :D
    • habe Saxon immer für eine Bomben-Liveband gehalten, mit der man sich mit Ausnahme einzelner richtig guter Platten auf Konserve nicht zwingend beschäftigen muß, habe das aber nun neu bewertet und stelle fest: von allen Truppen mit ähnlich umfangreicher (Relativierung: mir überwiegend bekannter) Diskographie haben die Herren klar die stabilste (die noch dazu eben doch reich an Highlights ist). Applaus, Applaus, Applaus!

    Listenwahn:

    • ‘Saxon’ 6,5/10 (Platz 22)
    • ‘Wheels Of Steel’ 9/10 (Platz 5)
    • ‘Strong Arm Of The Law’ 9/10 (Platz 8)
    • ‘Denim And Leather’ 9/10 (Platz 4)
    • ‘Power & The Glory’ 9/10 (Platz 7)
    • ‘Crusader’ 8/10 (Platz 15)
    • ‘Innocence Is No Excuse’ 7,5/10 (Platz 20)
    • ‘Rock The Nations’ 7,5/10 (Platz 21)
    • ‘Destiny’ 7,5/10 (Platz 18)
    ‘Solid Ball Of Rock’ 9/10 (Platz 3)
    • ‘Forever Free’ 8,5/10 (Platz 11)
    ‘Dogs Of War’ 9,5/10 (Platz 1)
    • ‘Unleash The Beast’ 9/10 (Platz 6)
    • ‘Metalhead’ 8/10 (Platz 17)
    • ‘Killing Ground’ 7,5/10 (Platz 19)
    • ‘Lionheart’ 8,5/10 (Platz 10)
    ‘The Inner Sanctum’ 9,5/10 (Platz 2)
    • ‘Into The Labyrinth’ 8/10 (Platz 16)
    • ‘Call To Arms’ 8/10 (Platz (15)
    • ‘Sacrifice’ 8,5/10 (Platz 9)
    • ‘Battering Ram’ 8,5/10 (Platz 13)
    • ‘Thunderbolt’ 8/10 (Platz 14)


    Der Vollständigkeit halber: Biffs höchst gelungene ‘School Of Hard Knocks’-Soloplatte würde ich mit 8/10 theoretisch zwischen ‘Call To Arms‘ und ’Into The Labyrinth‘ einsortieren.

    Und ich hab natürlich nicht wochenlang darüber gegrübelt, um die Platten in eine Reihenfolge zu bringen, aber nicht doch ;)

    Gruß

    BFTD
     
  5. Siebi

    Siebi Till Deaf Do Us Part

    Weil es bereits angeschnitten wurde. Nehme ich Biff Byfords Soloalbum zum Anlass einer buchstabigen Tastaturquälerei.

    Um was geht's? Um Sangessympathikus Biff Byford mit "School Of Hard Knocks", seinem ersten Soloalbum, das vor wenigen Wochen erschienen ist. Die CD ist bestellt, wartet auf Zustellung, dank File-Ripperchen lief die Scheibe bereits mehr als 10x. Ein erstes Fazit sollte erlaubt sein.

    Hier das Cover. Gefällt mir. Hat was von Ali Mitgutschs Wimmelbilderbüchern.
    [​IMG]

    Biff auf Solopfad. Braucht's das? Gleich vorweg. Und wie!!!! Den Einstieg der elf harten Schläge, die die Schule des Lebens bereithält, bildet "Welcome To The Show" mit unterlegtem Eingangsklatschen imaginärer Fans und einer melodischen Gitarrenharmonie a la "We Will Remember". Der Trommler steigt mit den Klampfen ein und es offenbart sich ein fetter aber nicht zu gestylter Sound. Ein fröhlicher Rocker, der sicherlich zukünftige Konzertabende einläuten wird. Der Text, wie viele im weiteren Verlauf, erzählt von Biff, seinen Gefühlen und Erfahrungen auf dem Weg zum Menschen, der er heute ist. Wie ich sowas schätze!

    Mama spielte Klavier, Papa war der malochende Trinker, hielt die Familie zusammen, so die freie Übersetzung aus dem Titelstück. Ebenfalls ein schöner Powerrocker, der Saxon ebenso gut zu Gesicht stünde. "Being in a band is harder than you think". Ja, ich glaub das sofort. Mir genügte schon die Proberaumbanderfahrungen mit wenigen Konzerten im Umland. War nicht wirklich meine Welt "Rockstar" zu werden. Biffs schon und der Weg war steinig. Schönes Solo, feine Bridge, Ende.

    "Inquisitor" ist ein mit dezenten Gitarren angereichertes gesprochenes kurzes Intermezzo. Es mündet in "The Pit And The Pendulum", das sich etwas verschachtelter im Arrangement zeigt. Dynamischer Songaufbau, akustische Sechssaitige zupfen, Break, es stampft breitbeinig. Der Song ist wie für eine Gitarrenarmada gedacht. Da wurden einige Spuren verbraten. Die Soli erfüllen alle Ansprüche, hier und da gedoppelte Vocals und ein paar eindringliche Darkness-.... Madness-..., Sadness...-Reimzeilen kulminieren zum Schluss. Ganz starkes Teil!

    "Worlds Collide" pinselohrt sich moderneren Anstrichs. Fette Schredd-Klampfen im Stakkatorhythmus bedienen sich der soloesken Warrel Dane-Schule. Im Refrain bliebt es typisch saxonisch, er, unser Biff. Der Text regt abermals zum Nachdenken an, wobei Mr. Byford weder predigt noch den Moralzeigefinger-Wedler mimt. Das nachfolgende "Scarborough Fair" lässt seine Stimme voll zur Entfaltung kommen. Toller Song, tolle Interpretation.

    Mit "Pedal To The Metal" geht es titelgemäß in die Vollen. Yeah! Amp auf 10 und ab geht's! Wenig Überraschungen, geht einfach steil nach vorne. Im Solo wird das Tempo headbanging-gerecht gedrosselt, Alarmsirenen links auf rechts und retour. "Neue Saxon at its/their best", könnte man sagen. andere würden sagen, Primal Fear oder andere Powermetaller sind auch nicht weit. "Hearts Of Steel" schlägt in eine ähnliche Kerbe, wieder etwas melodischer mit geschrubbten Stegen. Fistraising Alarm!

    Es folgt eine kleine Überraschung. Eine mehr als gelungen zu nennende Kofferversion des Wishbone Ash-Klassikers "Throw Down The Sword". Vielschichtig, verhalten, dezent, mächtig, erhaben. Diese ruhigen Töne kann er mit Hingabe. Da geht er drin auf. Herrlicher Song, tolle Version mit tollen Gitarrensoli. Gänsehautgefühl vom Feeling her.

    "Me And You" bringt persönliche Eindrücke ins Ohr. "Wrote this song 'bout my feelings". Es bleibt verhalten, wiederum akutisches Saitenspiel lädt ein zum Schwelgen. Tränentriefende Ballade geht anders, dennoch erfreut ein stimmiges Stück, das nahe geht, das berührt. Hört auf den Text und das Saxophon am Ende! Ebenso sinnig unter die Haut geht der formidable Rausschmeißer "Black And White". Etwas melancholisch und teils härter im Anschlag, die Lyrik bringt uns das Leben und Einstellungen zum selbigen näher. "Keep on moving, don't look back...". "People say it's the end, but I don't give a damn", "Follow your feelings, those show you the way, don't live in the past, live for today, this is my life, this is me, nothing's easy, nothing's free, complicated got on me, but if you're looking for answers... nothing's ever black or white". Hach...

    Seit "The Inner Sanctum" endlich wieder ein gitarrenstarkes Album mit Biffs Stimme, das mich auf Anhieb überzeugen kann. Saxon-Fans machen nix falsch, genauso Freunde des britischen Sounds, die einem Blaze Bayley gerne lauschen, sollten zumindest reinhören und prüfen, ob es eine Liebe fürs Leben werden könnte. Ich bin leicht verliebt. Danke Mr. Byford, ein "Halter" meines Lebens! Wir sehen uns auf der Tour, die hoffentlich irgendwann durch deutsche Landschaften führt.

    <<< https://www.youtube.com/embed/8iSymWeu-ro >>>
     
  6. Spatenpauli

    Spatenpauli Till Deaf Do Us Part

    Mmmmhhhhh...im Vorfeld habe ich dieses Album, ohne etwas gehört zu haben, in der Kategorie "Brauch´ ich so sehr wie die letzten Saxonalben, nämlich eher nicht" abgelegt. Dein Beitrag hat mich immerhin so neugierig gemacht, dass ich nun bei Gelegenheit doch mal ein Öhrchen riskieren werde. Danke dafür.
     
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  7. Gaimchú

    Gaimchú Till Deaf Do Us Part

    Jaaaaa, Mann, wenn du dir schon die Mühe machst so 'ne klasse Rezi rauszuhauen, dann höre ich halt auch mal rein. Ist ja das mindeste, was man als oller Saxon-Fan so machen kann. Obwohl ich eigentlich das Album so als "Och joa, brauche ich eher nicht" abgehakt hatte ...

    Und, Mann, der erste Song ist noch nicht ganz vorbei, und der Schlüpper brennt und mein Herz ebenfalls und ich denke so "Scheiße, die Platte brauche ich!". Schon der Anfang von "Welcome to thre Show"! Fuck yeah! :jubel::verehr::feierei:
     
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  8. The Hammer

    The Hammer Till Deaf Do Us Part

    Saxon-Alben und alles was mit Saxon zu tun hat, braucht man immer! :)
     
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  9. Alt-Metaller

    Alt-Metaller Till Deaf Do Us Part

    Ich würde nun nicht 100% in diese "Alles ist gut"-Euphorie mit einsteigen und fand die Band anfangs (!) ja nicht mal live wirklich toll.

    Aber heute, mit der Altersmilde, geht doch Vieles und die beiden (abgesprochenen?) heutigen, langen Statements werden auch mich dazu bewegen, mich nicht mehr über die mir vorliegende Live-Scheibe zu ärgern. Werde, im Gegenteil, in nächster Zeit, mit der Hilfe von YT, mal diese ganzen "unbekannten" Scheiben angehen. Biff´s Solo-Sache hatte ich ja schon längst gelobt.

    Hätte sie mir dann auch gerne zum drölften Mal in Balingen gegeben. Ich habe nämlich mittlerweile ein klein bisschen Angst, dass uns Corona die ein oder andere "Abschieds-Tour" vermasseln könnte.
     
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  10. Frank2

    Frank2 Till Deaf Do Us Part

    Sehr und treffend beschrieben.
    Die beiden ersten Plätze sind dennoch sehr ungewöhnlich.
    Und "Rock the Nations" und "Innocence..." kommen mindestens
    einen Punkt zu schlecht weg;)
     
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  11. Grrrwarrrd

    Grrrwarrrd Till Deaf Do Us Part

    Biffs Schule der harten Schläge ist eines dieser Alben, für die beides gleichermaßen zutrifft. Sie ist definitiv eine kann man, muß man nicht Platte, in die man sich aber auch wunderbar verlieben kann. Ich glaube, ich weiß nicht...

    :D schon fein, aber soll ich... hmmm... schöne Scheibe...
     
    Gaimchú gefällt das.
  12. BackFromTheDead

    BackFromTheDead Till Deaf Do Us Part

    ... nope, @Siebi und ich stimmen unsere Posts nur an Sonn- und Feiertagen ab ;)

    ... 'DOW' ist durchwegs in dem Stil gehalten, den ich bei der Band am liebsten mag und war die erste ihrer Platten, auf die ich so richtig steil gegangen bin :verehr:

    'TIS' ist bei mir erst in den letzten Jahren in die Phalanx an der Spitze der Diskographie eingebrochen: imho die vielseitigste Scheibe der Band, noch dazu mit einem Bombensound und v.A. durchwegs richtig geilen Songs.

    Gruß

    BFTD
     
    Frank2 und Siebi gefällt das.
  13. Alt-Metaller

    Alt-Metaller Till Deaf Do Us Part

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