Cosmic Black Metal

MrHeep

Deaf Leppard
Anscheinend gibt es bislang keinen Thread zu der kleinen Nische namens Cosmic Black Metal. Daher eröffne ich mal einen. Mich faszinieren die unendlichen Weiten des Weltraums sehr und ich habe ein großes Wohlwollen gegenüber Musik, die dieses Thema behandelt. Umso erfreuter bin ich, dass in den letzten Jahren einige Bands oder Projekte mit dieser Ausrichtung entstanden sind. Natürlich kenne ich Darkspace, aber die haben mich nie so recht begeistern können. Wahrscheinlich liegt's daran, dass ich präsentere Synths bevorzuge. Eloy auf Black Metal sozusagen.

Hier sind meine Empfehlungen, die teilweise ja schon ihren eigenen Thread haben:
(Sirion fällt musikalisch aus dem Rahmen, aber passt thematisch)


Und dann gibt's auch noch ein paar ältere Bands oder Veröffentlichungen, die ich hier einordnen würde und vermutlich bekannt(er) sind:
(zumindest die ersten zwei Alben)

 
Zuletzt bearbeitet:
Interessante Subnische, habe ich bisher tatsächlich noch nie so wirklich bewusst wahrgenommen. Das einzige, was mir da aus meiner Disko so spontan dazu einfällt (wohl auch, weil letztens erst gehört), ist Germ mit Wish, und hier insbesondere "An Overdose On Cosmic Galaxy" und "Asteroid Of Sorrow". Weiß nicht, ob das mit den genannten Bands vergleichbar ist, aber in die werde ich mich definitiv mal reinhören.
 
Schöne Liste im Eröffnungspost...werde mich bei Zeiten mal durch einige Bands durchhören, die ich noch nicht kenne.
Grundsätzlich bin ich dem Genre auch sehr aufgeschlossen gegenüber und höre da mal gerne Bands wie Darkspace, und Battle Dagorath.
Ansonsten schmeiße ich nochmal Aeon Winds und Midnight Odyssey in den Raum.
Beide Bands spielen sehr atmosphärischen, mit vielen Synthies/Keyboards versehenen Black Metal, der herrlich sphärisch rüberkommt.
Denke gerade eine Band wie Midnight Odyssey definiert für mich das Genre Cosmic Black Metal recht gut.
Hier mal ein paar Hörbeispiele:

Die Split zwischen Midnight Odyssey und Aeon Winds, die wirklich sehr empfehlenswert ist: https://www.youtube.com/watch?v=mr8bIt_ME8o

Aeon Winds alleine mit der Anniversary Edition des Debuts: https://www.youtube.com/watch?v=i2i1o5SUs8I

Midnight Odyssey mit ihrem Meisterwerk: https://www.youtube.com/watch?v=Cx1UjaRyYvs
Muss man allerdings Zeit für mitbringen, das Album geht über zwei Stunden, bietet dafür aber sehr atmosphärisch sphärischen Black Metal mit vielen Ambientparts.

Dann hat die Band Labyrinthus Stellarum in 2023 ihr Debut Tales of the Void veröffentlich was man auch in das Genre Cosmic Black Metal einordnen kann: https://www.youtube.com/watch?v=t17HvgpHC4U
Ebenfalls ein sehr atmosphärisches und tolles Album, obwohl mir ab und an das Keyboard ein wenig auf die Nerven geht, da zu dudelig. Aber im Großen und Ganzen kann man das Album gut hören.
Fans von Midnight Odyssey sollten aufjedenfall mal ein Ohr riskieren.
 
Labyrinthus Stellarum haben genau ins Schwarze getroffen. Danke! Germ ist auch sehr interessant.

Ich hätte noch Ergänzungen zu meiner Liste oben:
Alrakis
Lumnos
Phantasos

Mit den bereits genannten Pionieren Mare Cognitum und Midnight Odyssey bin ich leider bis heute nicht warm geworden.
 
Darkspace bekommen hier zu wenig Liebe. Für mich immer noch das beste BM Projekt, das sich den unendlichen Weiten des Weltalls verschrieben hat. Gerade weil Synths eher dezent eingesetzt werden, entsteht eine sehr kalte, schroffe Atmosphäre, die ich persönlich mit Weltall verbinde. Dazu die abartigen Vocals, die einen an irgendein gequältes Wesen in einer verlassenen Raumstation denken lassen.
 
Ich schätze die recht junge Band Vorga passt da auch ziemlich gut rein. Die Platte hat mir ganz gut gefallen.

Schade, klingt an und für sich gut... aber mit den Drums komm' ich so gar nicht klar.
 
Darkspace bekommen hier zu wenig Liebe. Für mich immer noch das beste BM Projekt, das sich den unendlichen Weiten des Weltalls verschrieben hat. Gerade weil Synths eher dezent eingesetzt werden, entsteht eine sehr kalte, schroffe Atmosphäre, die ich persönlich mit Weltall verbinde. Dazu die abartigen Vocals, die einen an irgendein gequältes Wesen in einer verlassenen Raumstation denken lassen.
Das sehe ich auch so. Keine Unendliche-Weiten-Romantik, sondern der Weltraum als Synonym für Finsternis, Kälte und lebensfeindliche Umgebung jenseits der menschlichen Vorstellungskraft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann beiden Herangehensweisen was abgewinnen. :feierei:
In dem Zusammenhang finde ich das Konzept hinter Thanatonaut erwähnenswert, vollständig nachzulesen auf der im EP verlinkten Bandcamp-Seite.

Why are we so optimistic when it comes to space colonization? Because we imagine it naively. Because we have no idea how vast, empty, hostile and ruthless space really is. We have evolved fragile and even with our current technology we are not even close to be adapted to its environment. The time is short and the resources are limited. If we are to survive, we must abandon the Earth, colonize the Solar System first, mine all the required resources by deconstructing other planets and asteroids, to build a sphere around the Sun and harvest enough energy to attempt to go interstellar. We must act quickly. Even if we assume that we can solve our current problems and manage to not to destroy ourselves in the process, the truly thrilling realization is that we might have always been doomed to extinct in our own cradle due to the fundamental laws of the Universe and them only.

This vision is a warning for future generations of human beings. If we do not manage to travel faster than the speed of light and solve other problems, like the effects of radiation or zero gravity on human bodies, the possibility of interstellar space colonization and the survival of our kind is very improbable.
 
Mir fällt (neben einigen, die schon genannt wurden) als erstes folgendes ein:

Omega Infinity
mit Leuten von Valborg und Todtgelichter

The debut album 'Solar Spectre' marks the beginning of an immersive journey through our solar system and beyond. Encountering the fierceness and fury of the red colossus Mars, our own terrifying yet miraculous existence on Terra or the vastness and coldness of Neptune, OMEGA INFINITY transforms each of these traits into versatile and entrancing compositions.


Progenie terrestre pura
mit stärkerem Progressiveeinschlag, allerdings wie ich finde hochinteressant.


Ansonsten noch Blood Incantation, wobei das schon etwas genrefremd wird mglw…


Midnight Odyssey würd ich gern mögen, insb. mit dem Longtrackkonzept, aber ist mir leider über weite Strecken bedeutend zu lieblich.
Mesarthim schafft es zumindest teilweise, an der Grenze zur Cheesyness vorbeizuschrammen, trotz ähnlich prominentem Synthieeinsatz.
 
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