ROOT (CZ) and friends - BATHORYs Erben?

Dieses Thema im Forum "INFERNO - Death Metal & Black Metal" wurde erstellt von Acrylator, 14. Oktober 2014.

  1. Fire Down Under

    Fire Down Under Till Deaf Do Us Part

    Hört sich in der Tat wieder inspirierter an als die meisten Sachen der letzten beiden Alben. Freue mich drauf!
     
  2. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Zuletzt bearbeitet: 3. Dezember 2016
  3. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Neues Interview und das komplette Album im Stream auf Noisey:
    https://noisey.vice.com/en_us/article/30-years-in-roots-hellish-symphonies-are-darker-than-ever

    Ich glaube, die neue kauf ich mir wieder (nachdem mich die letzte Scheibe ja extrem enttäuscht hat)!
    Kann nicht mit ihren Highlights mithalten, klingt mir aber wieder spannend und eigenständig genug.
    Erinnert stilistisch auch wieder etwas an einen Mix aus den Scheiben "Kärgeräs", "The Book" und "Black Seal", was ich nach dem letzten Album nicht mehr zu hoffen gewagt hätte. Leider fehlen immer noch Blackies eigenständige Riffs, aber in Anbetracht dessen ist die Scheibe erstaunlich gut, wohl die beste seit Blackies Ausstieg (hab jetzt etwas über die Hälfte durch).
     
  4. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Heute hab ich die neue LP von High Roller bekomen und bin doch sehr angetan - gefällt mir jetzt sogar noch ne Ecke besser als beim ersten Mal im Stream!
    Es ist wirklich das mit Abstand beste Album seit Blackies Ausstieg geworden und bietet zum ersten Mal seitdem auch wieder zu 100% den ganz eigenen Stil der Band, ohne dass es jetzt zu deutlich nach einem anderen Album der Band klingt (es gibt ja wirklich keine zwei stilistisch gleichen Alben, auch wenn die Band fast immer eindeutig zu erkennen ist).
    Insgesamt viel weniger heftig als der Vorgänger (der ja mit den ersten beiden Alben zusammen zu den härtesten der Band überhaupt gehörte), in meist schleppendem Tempo aber dafür wieder mit viel Eigenständigkeit und Atmosphäre im Überfluss!
    Mit "Moment Of Hope", "The Key To The Empty Room" und dem Instrumental "Up To The Down" (ja, Englisch kann der inzwischen über 60-jährige Sänger wirklich nicht besonders gut, wie auch der letzte Songtitel zeigt [​IMG] ) sind sogar drei der ruhigsten Songs der Bandgeschichte auf dem Album, aber die finde ich dennoch alles andere als langweilig - vor allem "Moment Of Hope" und "The Key..." gehören für mich sogar zu den Highlights des Albums.
    Ich bin froh, dass die Band sich nach einer kreativen Tiefphase wieder gefangen hat! Hier ist übrigens auch erstmals wieder Alesh (Gitarre auf den Alben "Kärgeräs" und "The Book") fest in der Band, sowie der inzwischen zu Cradle Of Filth abgewanderte Ex-Gitarrist Ashok mit einem Solo zu hören.
    Wer "Kärgeräs" (1996), "The Book" und "Black Seal" zu seinen Lieblingsalben der Band zählt, darf sich freuen, auch wenn zumindest die Klasse der letzten beiden davon nicht ganz erreicht wird - dafür ist das Album allerdings durchgehend ohne Ausfälle, das gab's seit mindestens "Madness Of The Graves" nicht mehr (wobei auf dem das Intro-artige "The Last Gate" eigentlich auch nervt - zumindest ist das mit sechseinhalb Minuten viel zu lang)!
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Dezember 2016
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  5. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Die Scheibe läuft gerade wieder und ich hab echt Gänsehaut!
    Die A-Seite ist insgesamt etwas stärker und vor alem die Songs Nr. 3 bis 5 darauf sind richtig stark! Die B-Seite ist ein wenig durchwachsener, allerdings gehören das sehr ruhige, sparsam instrumentierte "Moment Of Hope" und das auch recht ruhige "The Key To The Empty Room" für mich zu den mitreißendsten Momenten auf dem Album! In letzterem sorgt gegen Ende auch eine tieftraurig klingende Geige für Gänsehaut! Und es ist immer wieder Wahnsinn, was für eine charismatische und extrem wandelbare Stimme Jirí Valter hat und wie theatralisch er sie einsetzt! Mal opernhaft, mal aggressiv krächzend oder tief grollend und manchmal sogar irre lachend/weinend, die ganze Gefühlspalette wird hier geboten!
    Mit "New Empire" wird's dann wieder härter, wenn auch eher schleppend und hymnenhaft und das stimmungsvolle Instrumental danach baut Spannung auf - die der letzte Song dann leider nicht ganz halten kann. Sehr einfallsloses Riff und etwas nichtssagender Gesang, nicht wirklich schlecht, aber auch nicht so toll wie der Rest der Scheibe. Zum Schluss wird das Stück dann aber noch mal schön düster, sodass der Abschluss doch nicht so enttäuschend ist (auch wenn das Englisch hier wirklich zum Lachen ist:D). Ein wenig schade finde ich es dennoch, dass der letzte Song schwächer ist. Aber eigentlich ist das Meckern auf hohem Niveau, da ich die Band niemals mehr so stark erwartet hätte!

    Das ist stilistisch wirklich genau die Schnittmenge aus "Kärgeräs", "The Book" und "Black Seal" z.T. mit einigen Post-Rock-Elementen angereichert und natürlich oft wieder viel Atmosphäre à la epische Bathory! Hätte ich echt nicht erwartet!
    Selbst die Riffs klingen wieder so einzigartig wie früher, was nach Blackies Weggang (also auf den letzten beiden Alben) ja eigentlich größtenteils verschwunden war - das dürfte zumindest zum Teil auch Verdienst des "neuen alten" Gitarristen Alesh sein, der hier auch einige Stücke mitkomponiert hat (zum Glück muss man offenbar sagen)!

    Anspieltipps/Highlights:
    "Black Iris", "Moment Of Hope" + "The Key To The Empty Room";
    "Moment Of Fright" und "The Book Of Death" sind nur wenig schwächer und auch der Rest ist bis auf den (größten Teil des) letzten Song(s) wirklich richtig gut.
     
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  6. Acrylator

    Acrylator Till Deaf Do Us Part

    Schade, die Band scheint wohl mal wieder von den meisten ignoriert zu werden.
    Es ist ja wirklich eine einmalige Situation, dass eine Band so einen einzigartigen Stil(mix) hat und von so vielen (teils sehr erfolgreichen) Bands im Black Metal als Inspirationsquelle/Vorbild oder zumindest als großartige Band genannt wird, der man Respekt zollt - und dann trotzdem kaum jemand die Band zu kennen oder zu mögen (und Tonträger von ihnen zu kaufen) scheint.
    Aber egal, ich hab weiterhin Spaß an der neuen Scheibe und natürlich auch an ihren unzähligen Klassikern und hoffe, dass sich noch mehr Leute für die Band begeistern können - und dass wir von Root noch wenigstens zwei weitere Alben zu hören bekommen (wenn das Veröffentlichungstempo der letzten Jahre beibehalten wird, dürfte der Sänger ja beim nächsten Album schon zwischen 67 und 69 und beim übernächsten bereits deutlich über 70 Jahre alt sein)...
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Juni 2017
  7. Covenant

    Covenant Deaf Dealer

    Ich hab die lieben Root gestern Abend entdeckt und höre mich gerade quer durch den Katalog. Tatsächlich äußerst eigenständig und schwer einzuordnen, aber es gefällt mir sehr. Ich werde wohl demnächst bei der Band so einiges bestellen :)
     
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  8. Jesus.a.d

    Jesus.a.d Deaf Dealer

    Und wieder eine Band die in meine Sammlung eingereiht werden will. Nimmt das denn nie ein Ende ........ :-(
     
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