Where no man has gone before - Der STAR TREK-Thread

Dieses Thema im Forum "SOMETHIN' ELSE - Multimediales" wurde erstellt von BavarianPrivateer, 4. August 2019.

  1. LaHaine

    LaHaine Till Deaf Do Us Part

    Neelix war schon sehr nervig, aber auch er hatte seine Momente. Am besten war er aber als Tuvix.
     
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  2. Fallen Idol 666

    Fallen Idol 666 Till Deaf Do Us Part

    Mir ging das mit Kes ehrlich gesagt auch oft so, die nervte mich schon ziemlich. Und zog den guten Neelix mit rein:D
     
  3. Erdbär

    Erdbär Till Deaf Do Us Part

    Kes war am besten, als sie zu Beginn der 4. Staffel der Voyager und dem Zuschauer 10.000 Lichtjahre Borg Monotonie erspart hat.
     
  4. Erdbär

    Erdbär Till Deaf Do Us Part

    Ladies and Gentleman:

    Eine Episode aus der vierten Staffel von TNG habe ich bisher noch nicht besprochen (warum eigentlich?), obwohl sie zu meinen absoluten Lieblingsepisoden überhaupt zählt.

    "The Wounded" (dt. "Der Rachefeldzug")

    Im Star Trek Kosmos ist das eigentlich eine sehr wichtige Schlüsselepisode, weil sie das erste Auftreten der Cardassianer markiert. Geheimnisvolle und und auf subtile Weise ziemlich finstere Gesellen, nachdem man die Borg und Romulaner als Hauptgegner nicht überreizen wollte, die Ferengi sich in der 1. Staffel als lächerliche Giftzwerge entpuppt haben - nur nicht als Antagonisten - und die Klingonen als Gegner nicht mehr in Frage kamen, brachte man diese Schlangenhälse ins Spiel

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    Der Frieden mit den Cardassianern nach einem kurzen, aber sehr brutalen Krieg ist noch sehr brüchig und ein Kapitän der Sternenflotte sinnt auf Rache für den Tod seiner Familie, die während des Krieges durch cardassianische Hände bei dem Überfall auf den Außenposten Setlik III ums Leben gekommen ist. Mit dem Kommando über ein waffenstarrendes Schiff der Nebula-Klasse pulverisiert er einen cardassianischen Außenposten nach dem Anderen und das lassen sich gewitzten Löffelgesichter (rassistische Beleidigung für Cardassianer durch die Menschen) nicht auf sich sitzen. Chefdiplomat Captain Picard ist zur Stelle, um den Frieden zu sichern.

    Zum ersten Mal in der Geschichte von Star Trek bekommt Chief Miles O'Brien (Colm Meaney) eine zentrale und für die Handlung tragende Rolle, die über das hochkonzentrierte und zugleich routinierte Bedienen des Beamvorgangs hinaus geht. Frisch verheiratet mit der Schiffsbotanikerin Keiko Ishikawa (Rosalind Chao) bekommt man sowohl Einblicke in seine düstere Vergangenheit als Soldat im Krieg gegen die Cardassianer, als auch in sein Familienleben als Ehemann, der Kartoffelbrei mit Kapern mehr liebt, als Algensalat mit Sushi.

    Herausragend ist auch Bob Gunton (Shawshank Redemption) als freidrehender Captain Maxwell, der tief in sich ein gebrochener Mann ist, der am Verlust seiner Familie zu Grunde gegangen ist und Frieden hin oder her nun mit einem ziemlich großen Waffenarsenal großes Unheil anrichtet. Chief O'Brien hat übrigens früher unter Maxwell gedient.

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    Der Killcount in dieser Episode ist sehr hoch, hunderte Cardassianer werden von der USS Phoenix unter Noch-Captain Maxwell atomisiert. Aber man bekommt keine Raumschlachten direkt zu sehen, was ich sehr lobenswert finde. Alles spielt sich auf dem taktischen Display der Langreichweiten-Sensoren ab als rote und blaue Punkte auf einem Gitternetz, quasi wie Schiffeversenken, während Commander Data detailliert die Manöver der Phoenix und die hilflosen Ausweichmanöver der Cardassianer beschreibt und die Kamera die entsetzten Gesichtsausdrücke von Captain Picard, Commander Riker und Gul Macet eindringlich filmt.

    Letzterer wird hier als erster Cardassianer in der Geschichte von Star Trek hervorragend portraitiert von Marc Alaimo, der wenige Jahre später in Deep Space Nine als gerissener Opportunist und Space Trump Gul Dukat brillieren konnte. Laut Non-Canon Quellen sind beide Charaktere entfernte Cousins.

    Die Uniformen der Cardassianer sehen hier noch etwas anders aus, als später bei Deep Space Nine, wie Rüstungen. Für die Schauspieler war das aber zu unbequem (zusätzlich zum aufwändigen Make Up von Michael Westmore), so dass man später auf einfachere Uniformen zurück gegriffen hat, die aber ähnlich eindrucksvoll waren (ab "Geheime Mission auf Celtris III" und zeitgleich mit dem Pilotfilm Deep Space Nine, so um 1993 herum). Non Canon Quellen zufolge sind diese alten Uniformen lediglich von cardassianischen Soldaten und Milizen im Grenzkonflikt gegen die Föderation und die Talarianer eingesetzt worden, nie aber von Offizieren oder auf Bajor. Daher sieht man in Deep Space Nine Episoden, die chronologisch vor "Der Rachefeldzug" spielen nach wie vor die "neuen" Uniformen.

    Wundervollste Szene: O'Brien versucht seinen ehemaligen Captain Maxwell zum Aufgeben zu bewegen und beide singen das traurige Lied vom Sängerknaben, der in den Krieg zieht und dort außer dem Tod nichts findet, was ihm vorher versprochen wurde.

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    Eine wundervolle Episode, die ganz auf große Spezialeffekte verzichtet, einen neuen und nachhaltig ebenbürtigen Gegner einführt und zugleich tiefere Einblicke in die Rolle von Chief O'Brien erlaubt, was quasi als Vorbereitung zu betrachten ist für seine spätere Hauptrolle in Deep Space Nine. Diese Episode ist ein Plädoyer für den Frieden, für Diplomatie und Verständigung und gegen Rache und Selbstjustiz. Dass die Cardassianer trotz des Friedensabkommens keine Engel sind, stellt sich erst später heraus

    10/10
     
  5. Gordon Shumway

    Gordon Shumway Till Deaf Do Us Part

    Qualität dieses Reviews: 10/10
    :verehr:
    Heißen Dank für diesen inhaltlich wie sprachlich erneut sehr beeindruckenden Beitrag.
     
    Hugin, Fallen Idol 666 und Erdbär gefällt das.
  6. Fallen Idol 666

    Fallen Idol 666 Till Deaf Do Us Part

    da schließe ich mich Gordon direkt an: großes Kino was du da machst, Kollege, großes Kino!!! Ja, finde ich auch eine der ganz starken Folgen, wo Picards Mindset gut zum Tragen kommt. Auch Maxwell wird hervorragend dargestellt und erinnert mich an Western wie "Der Texaner".
     
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  7. Mondkerz

    Mondkerz Till Deaf Do Us Part

    Ich habe gerade Lower Decks am Stück geschaut. Nichts erwartet und dann hängen geblieben. So geht ST in lustig.
     
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  8. Erdbär

    Erdbär Till Deaf Do Us Part

    So.

    Ich hab es auf Prime versucht mit Lower Decks.

    Meine Meinung bleibt unverändert. Außer dem Setting im Star Trek Universum und vielen kleinen visuellen Details im Hintergrund hat es nicht viel mit Star Trek zu tun.

    Die Charaktere sind hysterisch und impulsiv, die Dialoge absolut schrill, kindisch, laut, hektisch, oberflächlich und die gesamte Art der Dialogführung ist sowas von Non-Star Trek. Man muss wohl nach 2006 geboren sein, um diese Art von Cartoon irgendwie unterhaltsam zu finden.

    Es fehlt jeder Tiefgang. Die Charaktere verhalten sich wie dumme Highschool-Kids zu Beginn der 200er Jahre. Niedriger Rang hin oder her: Sowohl TNG und DS9 war darauf angelegt, dass sich die Charaktere bei aller Menschlichkeit und aller damit einhergehenden Unzulänglichkeiten wie Menschen verhalten, die den Menschen des 20. Jahrhunderts um vier Jahrhunderte kultureller und geistiger Entwicklung voraus sind, also dem Setting des 24. Jahrhunderts angemessen: Selbstlos, selbstkritisch, empathisch, hilfsbereit, analytisch, nachdenklich, reflektiert.

    Selbst die höheren Ränge in Lower Decks verhalten sich wie dumme Gören. Unreif, egoistisch, triebgesteuert, manipulativ. Ich habe nach vier Episoden die Segel gestrichen und die Serie aus meiner Watchlist gestrichen. Kurzmann-Trek und ich werden keine Freunde mehr.
     
  9. zepfan74

    zepfan74 Till Deaf Do Us Part

    Bin mittlerweile bei der 2. Staffel Captain Archer Star Trek angelangt. Gefällt mir nach wie vor sehr gut. Die Serie hat irgendwie so etwas gemütliches.
     
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  10. Erdbär

    Erdbär Till Deaf Do Us Part

    Enterprise mit Captain Archer profitiert vor Allem von Scott Bakula als Protagonist und John Billingsley als Dr. Phlox.

    Ganz toll auch Jeffrey Combs als Andorianer Shran (bekannt aus Deep Space Nine als Vorta Weyoun und Liquidator Brunt).

    Jolene Blalok als T'Pol fand ich damals sexier, als ihr Pendant Jeri Ryan bei Raumschiff Voyager. Auch wenn ich ihren Charakter recht blass fand.

    Mit der Gemütlichkeit ist es übrigens in der dritten Staffel vorbei.
     
  11. zepfan74

    zepfan74 Till Deaf Do Us Part

    War das der blaue Kerl mit den Fühlern? Kam mir irgendwie bekannt vor....
     
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  12. Erdbär

    Erdbär Till Deaf Do Us Part

    Ja, den meine ich.
     
  13. Vinylian

    Vinylian Till Deaf Do Us Part


    Das liest sich, als würden meine Befürchtungen nach dem Trailer bestätigen. Ich fand den nämlich schon nervig, laut und kindisch.
     
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  14. Mondkerz

    Mondkerz Till Deaf Do Us Part

    Ihr mögt wahrscheinlich alle auch kein Rick & Morty, kann das sein?
     
  15. GulLemec

    GulLemec Till Deaf Do Us Part

    Lower Decks steht bei mir als Nächstes auf der Liste, insbesondere, weil mein Klingonisch Lehrer auf die weithin korrekte Verwendung des klingonischen aufmerksam gemacht hat.
    In diesem Sinne: ghIq nachDu'chaj DIteq 'ej nach Homvo' matlhutlh

    -> https://klingonisch.de/klingonisch-in-star-trek-lower-decks/
     
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  16. GulLemec

    GulLemec Till Deaf Do Us Part

    Übrigens nach Mark "Sarek" Lenard der zweite Schauspieler, der im Trek Universum 3 verschiedene ausserirdische Rassen verkörpern durfte. (Anticaner, Romulaner, Cardassianer)
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Januar 2021
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  17. Erdbär

    Erdbär Till Deaf Do Us Part

    Essato
     
  18. GulLemec

    GulLemec Till Deaf Do Us Part

    Mit der Gemütlichkeit ists dann in Staffel 3 vorbei...
     
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  19. Erdbär

    Erdbär Till Deaf Do Us Part

    Meine niedrigen Erwartungen wurden noch unterboten :thumbsdown:o_O
     
  20. AndDogroLivedOn

    AndDogroLivedOn Till Deaf Do Us Part

    Ich hab' zwar im Moment kein Prime und kann das eben nicht antesten (wird nachgeholt, wenn bei Amazon irgendwelche wirklich wichtigen Bestellungen dran sind), aber die Rick & Morty-Connection hat mich da von Anfang an eher abgeschreckt.

    Dafür fand ich (sehe eben, ich habe hier seither nicht mehr gepostet) die aktuelle Staffel Discovery diesmal auch bis zum Ende hin ziemlich super, den
    unnötigen abermaligen Ausflug in Spiegeluniversum - warum zum Geier hat man Georgiou eigentlich nicht gleich im 23. Jahrhundert zurückgelassen? -
    vielleicht mal ausgenommen. Das darf gerne so o.s.ä. weitergehen. Und irgendwann dieser Tage muss ich mir auch mal die Picard-St. 1-BR gönnen und das noch mal am Stück gucken, glaube ich...
     
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