URIAH HEEP

-Erste Scheibe: Live January 1973, irgendwie ca 1982 wahrscheinlich über einen Berufsschulkollegen an die Scheibe gekommen.
- Erste selbst gekaufte Platte: Abominog. Finde ich bis heute ordentlich bis gut.
-Erster Gig: 1985 in Pahlen in einer Großraum-Disco mitten im Nirgendwo zwischen Rendsburg und Friedrichstadt.
-Bisher letzter Gig: Support für Status Quo 2016 in Hamburg. Ziemlich genau eine Stunde grandiose Rockmusik von Vollprofis mit dauergrinseneden Musikern, allen voran Box und Shaw. Einige Songs von der damals aktuellen und starken Outsider Platte waren auch dabei, wodurch der Auftritt alles andere als eine bloßer Oldtimer-Best Of Show war.
Peter Goalby fand ich als Sänger eigentlich immer ganz nett, aber Bernie Shaw sticht fast alle aus und ist heute nicht mehr wegzudenken.
Die neue Scheibe ist bärenstark und ist im aktuellen Heft um einen halben Zähler zu kurz gekommen.
 
Ich kann mich den euphorischen Meinungen nur hingebungsvoll anschließen.
"Chaos & Colour" ist mein erster CD Kauf in diesem Jahr.
Und dann direkt so ein Volltreffer.
Hier wimmelt es nur so von Highlights.
"Hail The Sunrise", "Golden Light", "One Nation One Sun" und "Age of Changes" haben es mir besonders angetan.

Jetzt noch eine Co-Headliner Tour mit MAGNUM und ich bin wunschlos glücklich.
 
Klasse, dass sowas bei derart langlebigen Bands auch noch vorkommt: die neue ist IMO eine der besten Uriah Heep-Alben überhaupt, wahrschienlich sogar DIE beste aus der Bernie Shaw-Ära. (Jaja, "Sea of Light", ich weiß, die ist natürlich auch phänomenal und hat hier auch Nostalgie-Extrapunkte in petto, weil sie weiland hier den eigenen Heep-Einstieg bedeutete.) Gerade Russell Gilbrook als Songwriter dürfte die Entdeckung des (bisherigen) Jahres sein - Dave Rimmer hatte im Verbund mit Soto ja IIRC schon auffem Vorgänger Einstand gefeiert.

Album des Monats im Heft ist jedenfalls mal schwer verdient...:top:
 
Für mich liegt eine Stärke der letzten Alben definitv in Phil Lanzon, der irgendwie mehr machen kann / darf / will als früher.

Appropos: ich fand auch seinen Beitrag zu EPICAs "The Alchemy Project" richtig klasse. "Wake The World" ist irgendwie einer meiner Lieblings-Hard-Rock-Songs mit Growls und Hammond ... o_O

Hat jedenfalls (finde ich) eine gehörige Portion von dem, was auch Phil Lanzons "48 Seconds" so hörenswert gemacht hat. Wer ihn noch nicht kennt:
 
Zuletzt bearbeitet:
die neue ist IMO eine der besten Uriah Heep-Alben überhaupt, wahrschienlich sogar DIE beste aus der Bernie Shaw-Ära. (Jaja, "Sea of Light", ich weiß, die ist natürlich auch phänomenal und hat hier auch Nostalgie-Extrapunkte in petto, weil sie weiland hier den eigenen Heep-Einstieg bedeutete.)

Das ist das schöne an IMHOs - jeder kann eine eigene haben und es gibt kein richtig oder falsch. :D

Die neue Scheibe ist in der Tat richtig klasse, aber auch wenn mein Einstieg mit "Magician's Birthday" war, kommt IMHO an "Sea Of Light" keine Scheibe mehr vorbei. Aktuell würde ich das neue Album auf Platz 3 der Shaw-Alben positionieren, direkt nach meinem zweiten Platz "Living The Dream".

Ich habe Uriah Heep jetzt insgesamt 14 mal live gesehen, die einprägsamsten Konzerte waren sicherlich die "Magician's Birthday Party"-Tour 2001 und die Tour 2013, bei der John Lawton nochmal kurzfristig für den erkrankten Bernie Shaw eingesprungen ist.
 
Die Firefly Tour 1977 war mein drittes Konzert von ihnen in der Essener Grugahalle und ich fragte mich, ob John Lawton das packen würde. Er hat geliefert, ein großartiger Sänger, der zwar nicht der große Showman wie Byron war, aber ein besserer Live Sänger.
Alter... Als doppeldeutig und so, verstehste? :D Oder anders gesagt: Neid!
 
Keine guten Erinnerungen habe ich an die Return To Fantasy Tour 1975 in der Dortmunder Westfalenhalle II, also nicht die Große Halle. Das Album selbst fand ich nur mittelmäßig. (gute Songs: Der Titeltrack, Shady Lady, Beautiful Dream, A Year Or A Day) Der Auftritt war ziemlich lustlos und David Byron war von Anfang an ziemlich betrunken und lag tontechnisch häufig daneben und die Fans in der ersten Reihe bekamen sogar ein paar Tritte und Beschimpfungen ab. John Wetton muss sich in einem falschen Film gewähnt haben, vorher beim Disziplinfanatiker Robert Fripp (King Crimson) und jetzt bei einem Haufen Trunkenbolde. Nach High And Mighty im nächsten Jahr war Schluß und Byron wurde gefeuert.
Alter...
 
Uriah Heep – Chaos & Colour (2023)

Meine alte Liebe Uriah Heep geht ins 53te Jahr ihres Bestehens und veröffentlicht das 26te Studioalbum. Respekt, aus ihren großen Zeiten in den 70ern lebt nur noch Gründungsmitglied/Gitarrist Mick Box, der wie immer gut gelaunt in diesen Tagen die zahlreichen Interviews mit der Presse absolviert. Chaos & Colour ist ein großartiges Alterswerk geworden und für meine Ohren eines der Besten Alben in der Box/Lanzon/Shaw Besetzung, die seit 1987 zusammenspielt.
Proggige Epen wie Age Of Changes, You’ll Never Be Alone und speziell das überragende und längste Stück des Albums Freedom To Be Free, (8:11) wechseln sich mit den treibenden Rockern Save Me Tonight, Hurricane, Fly Like An Eagle ab. Hail The Sunrise mit seiner Hammond und den großartigen Chören hätte auch gut auf Sweet Freedom (1973) gepasst. Die Halbballade One Nation, One Sun ist mir aber leider etwas zu lang und stellenweise kitschig geraten. Beim letzten Song Close To Your Dreams plagiieren sie sich schamlos selbst – Easy Livin‘ lässt grüßen.
Auffällig für mich ist, das Drummer Russell Gilbrook (im Team mit seinem Kumpel J.Pinto) vier Songs geschrieben hat, bisher war er in dieser Funktion noch nicht in Erscheinung getreten.
Als Schmankerl gibt es den Bonus Track des Openers Save Me Tonight als Demo in einer längeren Version mit Sänger Jeff Scott Soto, (Sons Of Apollo, Axel Rudi Pell, Yngwie Malmsteen, Trans-Siberian Orchestra) der diesen Song mit Bassist Davey Rimmer geschrieben hat. Ohne Orgel und den typischen Chören funktioniert der Song erstaunlich gut und kann besonders zum Ende hin glatt als Speed Metal durchgehen.
In diesem Sinne ein bockstarkes Album und Heep Heep Hurra 2023!
 
Das ist tatsächlich mal einer der wenigen Fälle, wo ein Demo als CD-Bonustrack wirklich interessant ist. Man kann bei der Besetzung darauf (J.S. Soto, Richie Faulkner, Bruno Agra) kaum davon sprechen, dass das Uriah Heep wären, die da spielen, aber für den Weg von dieser tatsächlich ziemlich reinrassigen Metalnummer hin zum dann urtypischen Heep-Sound im Opener lohnt sich die Anschaffung des Digibooks IMO absolut.
 
Die Firefly Tour 1977 war mein drittes Konzert von ihnen in der Essener Grugahalle und ich fragte mich, ob John Lawton das packen würde. Er hat geliefert, ein großartiger Sänger, der zwar nicht der große Showman wie Byron war, aber ein besserer Live Sänger.

John Lawton heut eigentlich immer geliefert - zumindest die beiden Male, wo ich ihn gesehen habe:

Zuerst 2001 zusammen mit Ken Henley beim Hensley/Lawton-Projekt und dann wie oben geschrieben als Vertretung für Bernie Shaw 2013. Sicherlich war die Setlist da durchaus auf ihn zugeschnitten, Spaß gemacht hat's aber auf jeden Fall.

Die Scheiben der wiedererweckten Lucifer's Friend ("Too Late To Hate" und "Black Moon") habe ich leider erst zu spät enteckt, IMHO aber beide durchaus empfehlenswert!
 
John Lawton heut eigentlich immer geliefert - zumindest die beiden Male, wo ich ihn gesehen habe:

Zuerst 2001 zusammen mit Ken Henley beim Hensley/Lawton-Projekt und dann wie oben geschrieben als Vertretung für Bernie Shaw 2013. Sicherlich war die Setlist da durchaus auf ihn zugeschnitten, Spaß gemacht hat's aber auf jeden Fall.

Die Scheiben der wiedererweckten Lucifer's Friend ("Too Late To Hate" und "Black Moon") habe ich leider erst zu spät enteckt, IMHO aber beide durchaus empfehlenswert!
Bei der Hensley/Lawton Tour war ich auch, Bochumer Zeche 2001. Man war hautnah dran und das Konzert hat großen Spaß gemacht. Nach dem Konzert hat Ken Hensley ganz entspannt mit einem Glas Wein in der Hand mit den anwesenden Fans geplaudert.
 
Ich muss zur meiner Schande gestehen, dass obwohl ich das komplette 70er Werk von Deep Purple verehre und besitze, keinen einzigen Tonträger von Uriah Heep besitze. Als dann Uriah Heep die Top of the Bill Position in der aktuellen DF belegt hatten, beschloss ich letzten Sonntag dem Album eine Chance zu geben. Meine erste Einschätzung: ganz nett. Heute nach 2 weiteren Durchläufen ist das Album bei mir angekommen. Die klassichen Zutaten des 70er Hardrock sind in einer frischen, kraftvollen Produktion zubereitet worden! Besser und authentischer kann man diesen Sound wohl heute kaum produzieren. Ich wollte mir eigentlich das Vinyl zulegen, habe aber bemerkt, dass Age of Changes (Highlight!) und Closer to your Dreams fehlen und werde deshalb erstmal nicht zuschlagen.
 
Ich wollte mir eigentlich das Vinyl zulegen, habe aber bemerkt, dass Age of Changes (Highlight!) und Closer to your Dreams fehlen und werde deshalb erstmal nicht zuschlagen.
Danke für den aufmerksamen Hinweis. Hatte ich bislang nicht registriert. Damit hat sich die Bestellung für mich auch erledigt und ich habe mir ne nachträgliche Enttäuschung erspart.
 
Danke für den aufmerksamen Hinweis. Hatte ich bislang nicht registriert. Damit hat sich die Bestellung für mich auch erledigt und ich habe mir ne nachträgliche Enttäuschung erspart.
Shit. Ist mir nicht aufgefallen. Warrrrum macht man sowas?
Kleiner Trost: Habe zum Glück CD & Vinyl bestellt.
 
Shit. Ist mir nicht aufgefallen. Warrrrum macht man sowas?
Kleiner Trost: Habe zum Glück CD & Vinyl bestellt.
Gab es früher ja auch gerne mal, wenn Spielzeit zu lang für eine LP und zu kurz für Doppelvinyl war. Bei Spotify wird sie mit ca 60 Min Laufzeit angegeben. Ärgerlich, ich hätte nen Doppelvinyl gerne genommen, ist doch mittlerweile üblich, so 15 Minuten pro Seite. Das hält jung, da muss man öfter aufstehen :D
 
Danke für den aufmerksamen Hinweis. Hatte ich bislang nicht registriert. Damit hat sich die Bestellung für mich auch erledigt und ich habe mir ne nachträgliche Enttäuschung erspart.
Den gleichen Quark gab es bei der letzten Hawkwind Platte "Somnia". Vinyl auch kürzer, da fehlen drei Stücke, die auf der CD sind.
 
Zurück
Oben Unten